Heiligenberg-Schule in Gensungen: Ende der Sanierung wurde gefeiert

Streichkonzert: Die Musikusse spielten bei der Feier zum Abschluss der Arbeiten in und an der Gensunger Grundschule. Mit über 3 Millionen Euro ist es die momentan teuerste Schul-Baustelle im Landkreis. Foto:  Mangold

Gensungen. „Farbe – das ist der erste Eindruck, den jeder hat, der sich der Heiligenbergschule nähert und hier eintritt“, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl bei der feierlichen Übergabe der renovierten Grundschule in Gensungen durch den Schwalm-Eder-Kreis. Die Farbe solle deutlich machen, dass dies eine Grundschule sei, in der das Lernen Spaß mache.

Nach knapp zwei Jahren Sanierung ist aus dem überwiegend grauen Schulgebäude der 70er-Jahre eine moderne Schule mit roter Fassade und farbenfroher Innengestaltung entstanden. An den Decken setzen ungewöhnliche Lichtkreise zusätzliche Farbtupfer mit Beleuchtung, eine moderne Lüftungsanlage sorgt für eine optimale Belüftung der Räume. Jede der insgesamt 20 Klassen hat einen eigenen Raum. Auch die große Sprachheilklasse konnte nun geteilt werden, erklärte Schulleiterin Karin Brandau.

Internetanschlüsse

Die Klassenräume verfügen über Internetanschluss, es gibt neue Fenster mit Rollos, neue Türen, Wände und Fußböden sowie einen Fahrstuhl.

In den neu gestalteten Innenhöfen können die Schüler Mühle und Schach auf großen Fächen spielen und sich auf Bänken ausruhen. Die renovierte Pausenhalle bietet Platz zum Spielen an Regentagen.

Durch die Erweiterung des Hauptgebäudes können die Räume des Nebengebäudes nun ausschließlich für die Betreuungszeit genutzt werden.

„Die Schule ist ein Schmuckstück geworden“, sagte Konrektorin Claudia Kramer. Das Schulleitungsteam berichtete beim Einweihungsfest von den Schwierigkeiten des Schulbetriebs in der Umbauphase: Auf dem Schulhof standen Container als provisorische Klassenräume, Baulärm und Staub gehörten zum Alltag. Mal sei der Strom ausgefallen, mal die Heizung, mal der Wasseranschluss. „Die gemeinsame Anstrengung hat sich gelohnt“, meinte Schulleiterin Brandau, die sich bei Eltern, Kollegen, Sponsoren und Verantwortlichen für die Mitarbeit und Unterstützung bedankte.

Über 3 Millionen Euro

2,28 Millionen Euro stellte die Landesregierung für die Schulsanierung aus einem Sonderinvestitionsprogramm zur Verfügung, weitere 820 000 Euro gab der Schwalm-Eder-Kreis dazu. Auch die örtlichen Banken unterstützten den Umbau, Stadtsparkasse und Kreissparkasse spendeten jeweils 3000 Euro, die VR-Bank steuerte 1300 Euro bei. Das Architekturbüro ANP aus Kassel, das den Sanierungsplan aufstellt hatte, stiftete Spielgeräte für den Schulhof.

Die neu renovierte Schule kam auch bei den Schülern gut an. „Unsere Schule ist sehr schön geworden“, sagte Mareike Weber vom Jahrgangsteam der vierten Klassen. Besonders würden den Schülern die farbigen Lichtkreise an den Decken gefallen: „Wir haben immer gleich gute Laune, wenn wir hier ankommen“, berichtete sie.

Kinder sollen sich wohlfühlen

„Es ist wichtig, Schule so zu gestalten, dass Kinder sich wohlfühlen“, meinte Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz. Er sei froh, dass Land und Landkreis Geld für diesen Bildungsstandort investiert hätten und zitierte John F. Kennedy mit den Worten : „Es gibt nur eins, was teurer ist als Bildung: Keine Bildung“.

Quelle: HNA

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