Sarah Knappik, Teilnehmerin des RTL-Dschungelcamps, stammt aus Wabern – Eine Spurensuche

Die Heimat der Nerv-Natter: Sarah Knappik stammt aus Wabern

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Hier könnte sie gespielt haben: Ein Klettergerüst in Wabern.

Wabern. Nerv-Natter. So hat die Bild-Zeitung Sarah Knappik, Teilnehmerin beim RTL-Dschungelcamp, getauft. Bild hat auch einen Reporter nach Bochum geschickt, wo Sarah angeblich „ihre „ersten Tränen weinte“.

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Spiegel-Online, Wikipedia und viele mehr listen Bochum denn auch als Geburtsort von Sarah auf. Tatsächlich hat sie ihre ersten Tränen in Nordhessen geweint. Es sei denn, sie hätte die ersten anderthalb Jahre ihres Lebens immer nur gelacht.

Geboren in Fritzlar

Tatsächlich ist die spätere Topmodel-Anwärterin in der alten Dom- und Kaiserstadt Fritzlar zur Welt gekommen, am 5. Oktober 1986, um genau zu sein. Ihre Familie wohnte damals in Wabern, und Sarah hatte noch einen anderen Nachnamen.

Eine Verwandte der TV-Berühmtheit, die nach wie vor in Wabern lebt, will nicht über Sarah sprechen. „Kein Interesse!“, sagt sie und und legt sofort auf, als sie hört, dass der Anruf von den Medien kommt.

Rückweg: Sarah Knappik verlässt das RTL-Dschungelcamp. Das Model stammt aus Wabern.

Spurensuche in der Straße in Wabern, in der Sarah damals gewohnt hat: Wohnblocks, einige in besserem, andere in schlechterem Zustand. Zwischen den Häusern zwei alte Klettergerüste, die sicher schon an dieser Stelle standen, als Sarah noch ein kleines Waberner Mädchen war und keine Fernsehberühmtheit.

An vielen Wohnungen hängen Satellitenschüsseln. Es ist anzunehmen, dass mindestens einige davon das Dschungelcamp übertragen haben. Eine junge Frau, die in Sarahs ehemaligem Haus wohnt, hat die Sendung nicht gesehen, sagt sie. Von einer Sarah Knappik hat sie noch nie gehört. Auch ein Nachbar von gegenüber winkt ab. Er wohne auch erst seit einigen Jahren in der Straße.

Einer, der von der neuen Waberner Berühmtheit weiß, ist Reinhard Kahl, der in der Nähe wohnt. Seine Frau habe ihm erzählt, dass Sarah aus Wabern beim Camp dabei sei. So schaute er mal rein, aber nur kurz und urteilt heute, die umstrittene Sendung sei eine „Strafe Gottes“.

Eine feine Schneeschicht liegt über der Siedlung in Wabern, die Fußwege sind glatt. Bis zur Bundesstraße ist es nicht weit. Der Bahnhof ist nahe, und über allem zeichnet sich die Silhouette der Zuckerfabrik ab.

Schwer vorstellbar, aber genau hier begann vor 24 Jahren der Weg in Richtung Laufsteg und in Richtung australischer Dschungel.

Quelle: HNA

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