Berufliche Schulen: Angehende Erzieher organisierten Projekt mit Kunstausstellung

Heimat tragen wir in uns

Projektleiter: Tom Reuter, Julia Schmude, Alice Heiderich, Nathalie Faber und Anika Neubauer (von links).

Ziegenhain. Für Katharina Strömer (89) aus dem Seniorenzentrum Schwalmwiesen bedeutet Klöppeln Heimat. Für Henry aus der Kindertagesstätte im Steinweg ist die Ziegenhainer Muhlystraße Heimat. Und der Schulleiter der Beruflichen Schulen findet den Begriff Heimat in einem Zitat wieder: „Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muss.“ Meine Heimat – so lautet der Titel einer Ausstellung, die am Freitag in den Beruflichen Schulen Ziegenhain eröffnet wurde. Organisiert worden war das Projekt von den fünf angehenden Erziehern Tom Euler, Nathalie Faber, Anika Neubauer, Alice Heiderich und Julia Schmude.

Acht Wochen lang haben sich die Berufsschüler mit Menschen aus der Kindertagesstätte Steinweg, dem Kinderhaus Sonnenschein, der Hermann-Schuchard-Schule, der Tagesstätte Oikos und dem Seniorenzentrum Schwalmwiesen getroffen und mit ihnen Kunstobjekte zum Thema Heimat erarbeitet. Finanziert wurde die Idee mithilfe örtlicher Sponsoren. Die Jüngsten erforschten ihre Heimat mit der Kamera: Sie haben die schönsten Orte in ihrer Heimat auf Fotos festgehalten. Im Kinderhaus Sonnenschein standen Märchen im Mittelpunkt. Was die Erstklässler mit ihrer Heimat verbinden, das floss in ein selbst geschriebenes Märchen mit ein. Vögeln eine Heimat geben – das lag den jungen Leuten der Hermann-Schuchard-Schule am Herzen. Sie bastelten Vogelhäuschen und filzten die tierischen Bewohner.

Aus Ton entstanden Modelle

Julia Schmude und die Klienten der Tagesstätte Oikos näherten sich ihrer Heimat über den Werkstoff Ton. Das Gefühl von Heimat könne zum Beispiel auch das Modell eines Radios vermitteln.

Heimat sei auch immer das, was wir in uns tragen, erklärte Nathalie Faber. Sie begleitete Senioren beim Umgang mit dem Thema.

Katharina Strömer habe nicht nur ihre alten Heimat, den Böhmerwald, gemalt: „Ich habe in der Arbeit mit ihr auch einen Wald voller Wissen, Erfahrungen und Erlebnissen gefunden“, erzähllte die angehende Erzieherin.

Bürgermeister Wilhelm Kröll erklärte, dass jeder für sich den Begriff Heimat selbst definieren müsse. Musikalische Klänge kamen ebenfalls aus der Heimat, nämlich aus der unmittelbaren Nachbarschaft: Die Tensing-Gruppe trat auf.

Bei Gesprächen und Kuchen klang die Eröffnung aus. Besucht werden kann die Ausstellung am Mittwoch, 14. März, zur Jobfit-Messe.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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