In Binsförth entdecken Flugbegeisterte Fuldatal aus Vogelperspektive

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Aus der Vogelperspektive: Unser Foto zeigt Malsfeld aus Richtung Morschen. In der rechten Bildecke ist die Bundesstraße 83 zu sehen. Mittig sind Güterbahnhof und ein Teil des Naturschutzgebietes zu erkennen.

Morschen/Binsförth. Dunkle Wolken ziehen auf. Von der Sonne ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Spürbare Aufregung herrscht am Ende der Bachstraße in Binsförth. Alle warten sie auf Pilot Pascal Onecken und seinen Hubschrauber.

Sie wollen beim Rundflug, der eigentlich für das Dorfjubiläum geplant war, teilnehmen oder zumindest zusehen. Plötzlich brummt es aus dem stark bewölkten Himmel. „War das ein Gewitter?“ fragen sich einige Fluginteressierte. Je näher das Geräusch kommt desto deutlich ist es zu hören. „Da ist er ja”, sagt eine Gruppe junger Erwachsener. Der Helikopter befindet sich direkt über der Bachstraße und landet sicher auf dem als Landeplatz eingerichteten Rasen.

Als Pilot Pascal Onecken gerade aus seiner Maschine aussteigt, ziehen sich die dunklen Wolken zurück. Optimale Bedingungen für einen traumhaften Flug über die eigene Heimat.

Vater Frank Herold und Tochter Annabell aus Wichte möchten zum ersten Mal mit einem Hubschrauber fliegen. Sie dürfen auch gleich als erste die Gegend aus der Vogelperspektive erkunden.

Sicher gelandet: Frank Herold und Tochter Annabell flogen gemeinsam mit Pilot Pascal Onecken über das Fuldatal.

Beide bekommen ein eigenes Headset, um während der Fahrt mit dem Piloten zu kommunizieren. Den Sicherheitsgurt angelegt, geht’s dann endlich los. Pascal Onecken startet die Maschine. In den Ohren dröhnt die Lautstärke der Propeller, der Hubschrauber schwingt hin und her. Pilot Pascal Onecken gibt den beiden Passagieren letzte Anweisungen über Funk. Dann hebt der Robinson R44 ab. Schnell sind sie auf 400 Meter Höhe bei einer Geschwindigkeit von 180 Stundenkilometern. „Habt Ihr einen bestimmten Wunsch, wo es lang gehen soll?“, fragt der Pilot. Die beiden entscheiden sich für eine Route, die über mehrere Orte führt. Über Morschen, Beiseförth und Malsfeld geht es zu den Melsunger Pfieffewiesen – mit einem traumhaften Blick auf das Fuldatal.

Als der Hubschrauber sich über der Gemeinde Morschen befindet, schaut die achtjährige Annabell strahlend nach hinten zu ihrem Vater. Sie hat etwas aus der Höhe erkannt: „Schau mal, Papa: Da ist ja Wichte”, sagt sie und zeigt auf ihren Heimatort, der von oben ganz winzig aussieht.

Menschen, Autos, Züge – alles sieht für die beiden von oben aus wie Spielzeugfiguren. Ungefähr zehn Minuten dauert der Flug. Unten wartet schon Mutter Kathrin auf die beiden. Dann landet der Hubschrauber. Frank und Annabell Herold haben nun wieder festen Boden unter den Füßen.

Annabell ist sich hinterher sicher: „Das will ich auf jeden Fall nochmal machen”, freut sich die Achtjährige. Angst habe sie nicht gehabt. Vater Frank wundert das nicht: „Sie probiert sehr gerne extreme Sachen aus”, sagt er. 

Von Lars Becker

Quelle: HNA

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