Heimatverein Wolferhausen verzeichnete großen Andrang beim Apfeltag

Wolfershausen. Viel Gutes wird dem Apfel nachgesagt. Die gesunden Inhaltsstoffe, aber auch der herrliche frische Geschmack zeichnen das beliebte Obst aus. Und weil die Ernte in diesem Jahr besonders üppig ausgefallen ist, erlebte der Heimtverein Wolfershausen bei seinem Apfeltag am Samstag einen ungeahnten Andrang.

In Säcken, Körben und manchmal sogar in ganzen Wagenladungen wurden die Früchte am Dorfgemeinschaftshaus angeliefert, wo das Saftmobil aus Gudensberg Station machte.

Die Mitarbeiter der rollenden Mosterei kelterten die Äpfel und füllten den Saft ab. Sie hatten alle Hände voll zu tun und konnten doch gewisse Wartezeiten nicht verhindern. Doch das war kein Problem. Die Anlieferer genossen das herrliche Spätsommerwetter und die Angebote an Kuchen, Bratwurst, Saft und anderen Getränken. Eine hochprozentige Spezialität: Apfelsaft mit Calvados.

Apfeltag in Wolfershausen

6,5 Tonnen Äpfel landeten am Samstag in der Presse des Saftmobils, was etwa 4000 Liter Saft ergab. Über dieses Topergebnis freuten sich Christian Schneider und seine Mitstreiter vom Heimatverein Wolfershausen. So gut war das Mostjahr 2010 nicht ausgefallen. Wegen der schlechten Apfelernte waren nur etwa 2,5 Tonnen angeliefert worden.

Christian Schneider hatte die Idee zu dem Apfeltag. Er fand es schon immer bedauerlich, wie viel Obst umkommt. Das Gemeindeobst wurde kaum noch genutzt. Vor sieben Jahren hatte Schneider mit einfachen Mitteln versucht, die Äpfel selbst zu verarbeiten. Doch der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Jetzt arbeitet der Heimatverein mit der Saftmobil GbR zusammen, die die Äpfel unter professionellen Bedingungen verarbeitet. 2008 hatten mehrere Leute die Saftkelterei Wackerbarth von Rolf Lichtschlag in Gudensberg übernommen. Seither sind sie mit ihrer mobilen Mosterei unterwegs. In Gudensberg wird nach wie vor Obst angenommen. Dort werden auch Säfte zum Verkauf angeboten.

Beim Apfeltag lieferten die Kunden ihr Obst beim Heimatverein an, der die Mengen ermittelt. Etwa 50 Prozent des Gewichts bekommen sie als Saft zurück. Für das Fünf-Liter-Gebinde zahlen die Kunden 4,80 Euro, für den Zehn-Liter-Behälter acht Euro.

Im Saftmobil werden die Äpfel gewaschen, zerkleinert, die Maische gepresst und der Saft auf 79 Grad erhitzt. Erst dann kann er abgefüllt werden – nicht in Flaschen, sondern in ein Beutel- und Boxen-System. Das habe Vorteile, erklärt Peter Lubberich vom Saftmobil. Das Getränk müsse nicht so heiß abgefüllt werden, und eine Flaschenreinigung entfalle. Auch der Transport sei viel unkomplizierter. Bis zu 18 Monte ist der Saft haltbar, nach Anbruch noch drei Monate.

Meist liegt der Mostanteil des Obstes über 50 Prozent. Daraus deckt der Heimatverein seinen Aufwand. Er kauft diesen Teil des Saftes an und verkauft ihn mit einem Aufschlag.

Quelle: HNA

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