222 Paare ließen sich 2010 im Kreisteil trauen

Heiraten wie im Mittelalter: Isabell Langguth und Erik Teiß sind Mitglieder des Felsberger Burgvereins und ließen sich im August auf der Felsburg trauen. Archivfoto: nh

Kreisteil Melsungen. Die Paare im Kreisteil Melsungen haben eine Vorliebe fürs Besondere. So wie Isabell Langguth und Erik Teiß. Sie ließen sich im August auf der Felsburg trauen – stilecht in mittelalterlichen Gewändern.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 19 Hochzeiten in diesem historischen Ambiente. „Die Felsburg ist sehr beliebt bei Brautpaaren“, weiß Standesbeamtin Anni Schmidt aus Felsberg. Mehr als ein Drittel der 51 standesamtlichen Trauungen hätten 2010 dort stattgefunden, und auch für dieses Jahr gebe es bereits viele Anfragen.

Kloster beliebter Trauort

Wo es besondere Trauorte gibt, werden auch besonders viele Ehen geschlossen. Das zeigt ein Blick auf die Statistik. In Morschen schlossen im vergangenen Jahr 33 Paare den Bund fürs Leben – zwei Drittel davon im Kloster Haydau. 2009 hatten sich in Morschen lediglich 22 Paare trauen lassen. Ein deutlicher Anstieg also.

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In Spangenberg hingegen hat die Zahl der Heiratswilligen deutlich abgenommen. 34 Paare ließen sich dort in den vergangenen zwölf Monaten trauen. Das sind 15 weniger als im Jahr zuvor. Der Grund liegt auf der Hand: Im Schloss Spangenberg sind zurzeit keine Eheschließungen möglich. Und gerade das historische Gemäuer hatte in der Vergangenheit viele Paare angelockt. Als Alternative bietet das Spangenberger Standesamt zwar Trauungen im aufwändig sanierten Ballsaal der Altstadtresidenz an. Ein Rückgang der Hochzeiten konnte dadurch allerdings nicht verhindert werden.

Weniger Eheschließungen gab es auch in der Gemeinde Malsfeld. Dort gaben sich 2010 nur zwölf Brautpaare das Jawort. Das sind 14 weniger als im Jahr zuvor. Eher gleichbleibende Zahlen vermelden die Standesämter in Melsungen (62 Trauungen), Guxhagen (20) und Körle (10).

Zweistellig ist schon viel

Dort freut sich Dirk Sohl vom Standesamt sogar, dass die Anzahl der Trauungen im zweistelligen Bereich ist. Denn das sei in so einer kleinen Gemeinde nicht selbstverständlich.

Quelle: HNA

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