Fünf Stunden Galaprunksitzung des Carneval Clubs Empfershausen zum 50-jährigen

Heiße Rythmen statt Kälte

Die „Jump Hoppers“ sind die Showtanzgruppe der Jüngsten und boten einen Showtanz zum Thema „Safari“.

Körle. Passend zum plötzlichen Wintereinbruch hatten die Narren des Carneval Clubs Emfershausen ihr Motto gewählt: „Ob Sonne, Schnee oder Regen – Fastnacht ist ein Segen“.

In der ausverkauften Körler Berglandhalle unterhielten die Aktiven des seit 50 Jahren bestehenden Karnevalsvereins fast fünf Stunden die Gäste aller Altersgruppen während draußen leise der Schnee rieselte.

Tanzgarden und Mariechen, Büttenredner und Artisten sorgten für vielfach donnerndes Helau, Alaaf oder Hoi, hoi, hoi und für Humor in jeder Form. Glitzernde Kostüme, fliegende Beine, strahlendes Lächeln zeichneten die vielen Tanzdarbietungen aus, die durch choreografische Fantasie und hartes Training entstanden waren. Sitzungspräsident Michael Potzkai und der Elferrat wurden bei der Moderation des kurzweiligen und humorvollen Programms durch die Band „Hokus Pokus“unterstützt.

Mit erst sieben Jahren bewältigte Anna Schmoll ihren ersten Auftritt als Einzelmariechen vor großem Publikum mit Bravour. Auch die Kindertanzgarden „Jump Hoppers“ und „Crazy Chicas“ sowie besonders die Tanzgruppe der Ehemaligen, die „Best Age Dancers“ und der dreizehn strammen Jungs des Herrenballetts begeisterten das Publikum durch ihre ideenreichen und witzigen Darbietungen.

Die humoristischen Wortbeiträge befassten sich überwiegend mit lokalen Belangen. Liebe und Partnerschaften mit all ihren Unbilden und Nebenwirkungen waren Topthemen. Bauchredner Jupp (Markus Kaiser) mit seiner Handpuppe Jüppchen ließ eine Witzkanonade über das Publikum niedergehen.

Geniale Verwandlung

Auf das Highlight des Abends musste bis nach Mitternacht gewartet werden: Stefan Dietrich verblüffte mit blitzschnellen Verwandlungen durch einfachste Mittel. Aus Karel Gott wurde Biene Maja, aus Udo Jürgens wurde ABBA. Ja, sogar der Papst erschien und verwandelte sich umgehend in die Wildecker Herzbuben. Genial einfach, einfach genial heizte Stefan Dietrich dem Publikum richtig ein und brachte die Halle zum Brummen.

Charmantes Lokalkolorit in reinstem Nordhessisch vermittelten die liturgischen Gesänge der Klageweiber Gudensberg ebenso wie die beiden Körler Dorfweiber Else und Guste alias Heike Schmoll und Anke Grenzebach oder das Ehepaar Böhlstein aus Gudensberg (Kerstin Breitenstein und Frank Böhling).

Den Narrenspiegel bekam der Melsunger Bürgermeister Dieter Runzheimer vorgehalten, der durch die Rechnungstellung von 240 Euro für Bühnenteile in Ungnade gefallen war. Als Amtshilfe für seinen Kollegen versprach der Körler Bürgermeister Mario Gerhold mit einem Teil einzuspringen, froh, dass dieser Kelch an ihm vorüber gegangen war.

Für 15 Jahre als Sitzungspräsident wurde der Karlsorden an Markus Sand und der Orden der Interessengemeinschaft Karneval Nordhessen (IKN) an Wolfgang Giese als Anerkennung für aktives Tun zum Wohle des Karnevals durch Heiko Rudolf verliehen. „Bleiben Sie dem Karneval gewogen, denn dort wird nie gelogen!“ fasste Sitzungspräsident Potzkai zusammen.

Quelle: HNA

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