Mobiles Gerät soll Anlage im Felsberger Rathaus bei Bedarf unterstützen

Felsberg: Heizkurier ist startklar

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Zusatzwärme für den Notfall: Wenn es die alte Heizung im Felsberger Rathaus nicht schafft, alle Räume ordentlich zu erwärmen, wird das mobile Gerät zugeschaltet.

Felsberg. Teilweise deutlich unter 19 Grad Raumtemperatur im Felsberger Rathaus: So hatten es die Mitarbeiter im vergangenen Winter erlebt. Schuld ist die 30 Jahre alte Heizung, die dringend erneuert werden muss.

Damit die Rathausmitarbeiter nicht wieder Temperaturen unter dem Minimum dessen, was die Arbeitsstättenverordnung erlaubt, erdulden müssen, hat die Stadt kurzfristig eine mobile Heizzentrale geordert.

Diese befindet sich in einem Anhänger und wurde am Hintereingang des Rathauses abgestellt und angeschlossen. Sobald es die Rathaus-Heizung nicht mehr schafft, alle Räume auf angenehme Temperaturen zu bringen, wird die mobile Heizung zugeschaltet, erklärt Bauamtsleiter Paul Wieder. Im Wagen befinden sich ein Öltank und eine komplette Heizung, die notfalls das ganze Gebäude erwärmen könne. Er hoffe, sagte Wieder, dass der Baubegleitende Ausschuss, der nächsten Dienstag (10. Januar) wieder tagt, eine Entscheidung für die neue Heizung treffe. Favorisiert werde wieder eine Wärmepumpenheizung, da die schon bisher dafür genutzten Brunnen in Ordnung seien.

Bei der alten Heizung von 1983 seien Wärmetauscher und mehrere Wärmepumpen defekt, und Wärmeverteiler für die Heizkreise klemmen. In der Folge werden Räume sehr unterschiedlich warm. Fallen die Außentemperaturen unter 0 Grad und komme dann auch noch Wind dazu, werde die warme Luft regelrecht aus den Räumen gesaugt, und die Kälte komme herein. Undichte Fenster und eine fehlende Fassadenisolierung unterstützen den Vorgang. Die Folge: Wer an einer Außenwand sitzt, habe es eventuell nur 14 Grad warm, be den Kollegen weiter innen können es aber 20 Grad sein.

Manche Räume seien sehr warm, andere dagegen kühl, bestätigt Erster Stadtrat Jürgen Rath. Die Wärmepumpentechnik war beim Bau des Rathauses Anfang der 80er-Jahre noch etwas Neues, ebenso die Fußbodenheizung. Mangels Erfahrung wurde damals auch der Estrich zu dick aufgetragen. Das Ergebnis: Die ohnehin als träge geltende Fußbodenheizung bringe nach einem Wochenende erst ab Mittwoch Wärme in die Räume.

Außer der Heizung für Rathaus und Bürgersaal stehen weitere Sanierungskosten an, zum Beispiel für das Flachdach und zur Beseitigung von Schadstoffen. Veranschlagt sind insgesamt fürs Rathaus 2,15 Mio. Euro und für den Bürgersaal weitere 650.000 Euro. (bmn)

Quelle: HNA

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