Brennstoff derzeit rund zehn Cent billiger als zu Jahresbeginn

Wolfhager Land: Heizölpreise auf Jahrestiefststand

Wolfhager Land. Die Preise für Heizöl haben den tiefsten Stand seit vier Monaten erreicht. Im Altkreis Wolfhagen liegt der Literpreis aktuell je nach Anbieter zwischen 81 und 83 Cent bei einer Abnahme von 3000 Litern.

Wer als Hausbesitzer zum Jahresbeginn Heizöl getankt hatte, musste noch etwa zehn Cent pro Liter mehr ausgeben als zurzeit, so Herbert Sittig, Leiter der Energiesparte von Raiffeisen Kassel und seinen Außenstellen.

Nach Angaben der Mineralölwirtschaft ist unsicher, wie lange der Trend zu sinkenden Preisen noch anhält. „Im Augenblick ist die Situation nicht überschaubar“, sagt Susanne Schmidt von Raiffeisen in Wolfhagen. Der Preis habe leicht angezogen.

"Klarer Preisvorteil"

Für Hauseigentümer sei der Zeitpunkt günstig, den Brennstoffvorrat aufzufüllen: „Wer jetzt nach-tankt oder nachtanken muss, hat einen klaren Preisvorteil gegenüber den Vormonaten“, sagt Schmidt.

Im Moment werde der Ölpreis durch einen Angebotsüberhang auf dem Weltmarkt gedrückt. Die politisch instabile Lage im Nahen Osten sowie die Euro-Schuldenkrise – Rohöl wird in Dollar gehandelt, Heizöl für Euro verkauft – seien nur zwei von vielen Einflussfaktoren, deren Auswirkung niemand klar prognostizieren könne.

Dr. Jörg Lenk, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH), nennt es verständlich, wenn viele Ölkunden auf ein weiteres Sinken der Preise hoffen und mit dem Nachtanken noch warten würden.

Längere Lieferzeiten

Dabei könne man sich aber auch verspekulieren: Wer bis zum Herbst warte und den Tank leer laufen lasse, müsse saisonbedingt mit längeren Lieferzeiten rechnen. „Ebenso können die Preise bis dahin auch wieder steigen“, sagt der Verbandsgeschäftsführer

Wer nicht kurzfristig tanken wolle oder müsse, sei gut beraten, sich fortlaufend über die Heizölpreise zu informieren.

Von Axel Schwarz und Bea Ricken

Quelle: HNA

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