A7: Helderbachtalbrücke wird wohl ab 2012 durch Neubau ersetzt

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Helderbachtalbrücke: Ende 2006 wurde die 1936 errichtete Brücke notinstandgesetzt, weil Salzwasser den Stahlbeton angefressen hatte. Derzeit ist für Lastwagen nur die rechte Spur freigegeben. Besonders problematisch gestaltet sich die Verkehrsführung während der drei Jahre dauernden Arbeiten für eine neue Brücke.

Kreisteil Melsungen. Etwa 70 000 Fahrzeuge überqueren Tag für Tag die Autobahnbrücke der A 7 übers Helderbachtal unweit von Felsberg-Melgershausen.

Vor vier Jahren wurde das Bauwerk, das 1936 errichtet wurde, so weit saniert, bis es durch einen Neubau ersetzt werden kann. Wenn die weiteren Planungen positiv verlaufen, kann damit im nächsten Jahr begonnen werden.

Die eigentliche Bauplanung sei abgeschlossen, auch das Baurecht liege vor, sagte Reinhold Rehbein, Pressesprecher beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Kassel auf Anfrage der HNA. Was den Mitarbeitern im Amt aber noch Kopfzerbrechen bereitet, ist die Verkehrsführung während der Brückenbauphase, da auch drei weitere Brücken bis zur Anschlussstelle Melsungen saniert werden müssen. „Da gibt es einen sehr langen Baustellenbereich“, sagt Rehbein und spricht von knapp sechs Kilometern.

Die Verkehrsführung gestalte sich ausgesprochen schwierig: Die insgesamt sechs Spuren der Autobahn müssten auf eine Fahrtrichtung verteilt werden. Dafür wären 18 Meter nötig, es stünden aber nur maximal 15 zu Verfügung. Die Spuren wären folglich sehr schmal.

Nun gibt es bei den Straßenbauern Überlegungen, die Zahl der Fahrspuren zu wechseln: An den Steigungen drei Spuren, auf den Gefällestrecken zweispurig – im steten Wechsel auf der Autobahn durch das hügelige Gelände. Anderenfalls müsste noch eine Spur angebaut werden. Rehbein: „Das ASV sucht noch nach einer Lösung und damit nach einem Vorschlag, die von der Verkehrszentrale Hessen, die ist zuständig für die Autobahnen, genehmigt werden kann.“

So wie vor Jahren gedacht, geht es jedenfalls nicht. Ganz grob war überlegt worden, die neue Brücke, die neben die jetzige gesetzt wird, zu bauen und danach die Fahrspuren anzuschließen. Doch ein Höhenunterschied von mehreren Metern macht diese Idee zunichte. Die neue Brücke wird etliche Meter unter dem Niveau der alten liegen.

Ende des Jahres sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Die Helderbachtalbrücke habe in Sachen Finanzierung oberste Priorität. Rehbein: „Wenn die Brücke kaputt geht, dann müssen die Lastwagen runter von der Autobahn und durch die Dörfer.“

Drei Jahre Bauzeit

Mit einer Bauzeit von drei Jahren und Kosten von 20 Mio. Euro rechnen die Planer für die Helderbachtalbrücke. Dazu kommen weitere 10 Mio. Euro für die drei kleineren Brücken zwischen Melsungen und der Helderbachtalbrücke und die Fahrbahnerneuerung.

Quelle: HNA

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