Zwei Helfer vor Ort (HvO) ziehen nach einem Jahr Bilanz ihrer Arbeit

Sie helfen, wo Not ist

Sie sind erfahrene Helfer vor Ort: Erik Teiß aus Felsberg (links) und Axel Gröger aus Malsfeld bei der Fortbildung. Foto: Zerhau

Schwalm-Eder. Der Einsatz, an den Axel Gröger mit einem Lächeln denkt, führte ihn in eine Kirche. In der Bank war eine Frau zusammengesackt, als Ersthelfer Gröger alarmiert wurde. Als er eintraf, war die Frau wieder bei Bewusstsein. Der Malsfelder versorgte sie fachgerecht. Die Pfarrerin, so erinnert er sich, predigte in aller Ruhe weiter und fragte zwischendurch, ob denn alles in Ordnung sei.

Axel Gröger und Erik Teiß aus Malsfeld gehören zu den erfahrenen Helfern vor Ort (HvO), die das Rote Kreuz im Schwalm-Eder-Kreis seit vergangenem Jahr ausbildet. Die 136 Männer und Frauen sollen fachgerecht helfen, bis der Rettungswagen eintrifft.

Einen Teil der Helfer hatte das DRK nun zur ersten Pflichtfortbildung in die Rettungswache nach Fritzlar eingeladen. Allein im vergangenen Jahr wurden die Helfer 360-mal gebraucht.

Gröger und Teiß sind seit der ersten Stunde mit dabei. Sie beide blicken allein schon auf mehr als 80 Einsätze zurück. Gröger hat bei seinen mehr als 30 Einsätzen vom schweren Hinterwandinfarkt über ein Kind mit Fieberkrampf, bewusstlosen Personen bis hin zum unterzuckerten Diabetiker alles erlebt. Wenn er von der Leitstelle über das Mobiltelefon alarmiert wird, ist er innerhalb von ein bis drei Minuten am Ort des Geschehens und beginnt mit der Ersten Hilfe. Für Patienten und Angehörige sei auch die psychische Wirkung, dass Hilfe da ist, nicht zu unterschätzen.

Der Spitzenreiter

Erik Teiß aus Felsberg ist mit mehr als 50 Einsätzen im vergangenen Jahr Spitzenreiter der Helfertruppe. Er war im vergangenen Jahr über 50 Mal im Einsatz.

Die ehrenamtliche Arbeit leiste er gerne, sagt Teiß. Es sei einfach ein gutes Gefühl, wenn er jemandem geholfen habe. Dazu gehörte ein junger Mann, der nach einer tätlichen Auseinandersetzung durch eine Glasscheibe gestürzt war und eine offene Pulsader hatte. Ohne Hilfe wäre der Mann wahrscheinlich verblutet.

Der Felsberger legte zunächst einen Druckverband an, um die pulsierende Blutung zu stillen. Erik Teiß, so sagte es der Notarzt später, habe diesem Mann ohne Zweifel das Leben gerettet.

• Kontakt: DRK Schwalm-Eder, Robert-Koch-Straße 20, 34613 Schwalmstadt, Telefon 06691 / 94 63 - 0. E-Mail: Radloff@ DRK-Schwalm-Eder.com

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Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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