Neujahrsempfang des Inner-Wheel-Clubs – Damen übernehmen Verantwortung

Helfen ist hinschauen

Inner-Wheel-Neujahrsempfang: von links Clubpräsidentin Dr. Ines Paul (Fritzlar), Festredner Ralf Bartholmai, Geschäftsführer Drogenhilfe Nordhessen, und Club-Vizepräsidentin Jutta Kesper (Bad Wildungen). Foto: Senzel

Bad Wildungen/Fritzlar. „Dort, wo es Menschen gibt, die unsere Hilfe benötigen, dort setzt die Arbeit von Inner Wheel an. Helfen ist hinschauen, erkennen, unterstützen und verändern. Dem Grundsatz wollen wir treu bleiben.“ Das sagte Dr. Ines Paul, Präsidentin des Inner-Wheel-Club Bad Wildungen-Fritzlar, während des Neujahrsempfangs im Martin-Luther-Haus in Bad Wildungen.

Bürgermeister Volker Zimmermann sagte, in der aktuellen Diskussion um das Thema Vorbildfunktion sollten in wohlverstandenem guten Sinne die preußischen Tugenden obenan stehen.

Dass diese in Deutschland noch weitgehend beachtet würden, sei mit Grund dafür, dass „wir von Nachbarländern um unsere relativ gute wirtschaftliche Situation beneidet werden“. Er lobte die Arbeit der Inner-Wheel-Damen als vorbildlich: „Sie tun etwas, Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und für andere“.

Drogenhilfe dankt

Ralf Bartholmai, Geschäftsführer der Drogenhilfe Nordhessen, dankte dem Inner- Wheel-Club „für all das, was Sie für uns getan haben, das war mehr als spenden, Sie engagieren sich für uns und bringen unserer Arbeit große Wertschätzung entgegen“. Bartholmai berichtete über den Start des Projektes „Frühe Hilfe für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“, das die Drogenhilfe Nordhessen mit den Landkreisen Kassel, Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner und Schwalm-Eder gestartet hat. Zielgruppen seien Familien, Schwangere und Kinder, deren Lebenssituation durch hohe Belastungen und schwerwiegende Risiken wie Sucht, Delinquenz, Missbrauch, Vernachlässigung und Misshandlung das Kindeswohl gefährdet sei.

Ziele seien besserer Kinderschutz, spezielle Prävention, verbesserte übergreifende Information und gesellschaftliche Aufklärung.

Koordinierte Hilfe

Bartholmai kündigte an, dass künftig bei Familien mit Kindern und komplexem Hilfebedarf und hoher Gefährdung die spezifische Hilfe zeitlich gleichzeitig erfolgen werde: Alle Betroffenen im familiären System erhalten koordiniert notwendige Hilfen der Jugendhilfe, der Suchthilfe und des Gesundheitswesens.

„In diesen Familien leben Täter und Opfer zusammen, teilen eine Lebensqualität. Gewalt, Sucht, Verelendung, Misshandlung, Missbrauch, Delinquenz und psychische Störungen dominieren das Zusammenleben.“

Ein sinnvoller und nachhaltiger Betreuungs- und Behandlungsansatz müsse deshalb das gesamte familiäre System mit allen Mitgliedern berücksichtigen.

Von Werner Senzel

Quelle: HNA

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