Willkommens-Kultur in der Knüllstadt

Sie helfen seit einem Jahr Flüchtlingen

Neukirchen. Vor einem Jahr gründeten 15 Frauen und Männer die Gruppe „Hilfsprojekt Flüchtlinge“ in der Kirchengemeinde Neukirchen. Mit 60 Flüchtlingen und 16 der Team-Mitglieder feierten sie mit Essen, Spielen und Tänzen das einjährige Bestehen.

Gleich nach der Gründung organisierte die Gruppe ein Treffen mit den Flüchtlingen, die in Justus Ruh untergekommen waren. Zum Kennenlernen traf man sich im Gemeindehaus. Bereits eine Woche später stand Fußballspielen in der Turnhalle auf dem Programm. Einige Tage später folgte ein Spielenachmittag im Gemeindehaus.

35 Helfer aktiv

Beim Nationen-Nachmittag erhielt jeder Flüchtling ein Geschenk, und im Gegenzug wurden die Helfer zum eritreischen Weihnachtsfest nach Justus Ruh eingeladen.

Mittlerweile ist das Team auf 35 Frauen und Männer angewachsen. Sie treffen sich donnerstags, um die nächsten Projekte zu planen. Dabei werden Aufgaben und Fragen besprochen und koordiniert. Die Angeboten an die Flüchtlinge reichen vom regelmäßigen Deutschunterricht über Hilfe bei Ämterangelegenheiten, Begleitung zu Arztbesuchen, einer Kleiderkammer, Unterstützung beim Umzug bis zum Fußballspielen. Dazu kommen Fahrdienste sowie Beratungen und Gespräche.

Inzwischen kümmert sich das Team nicht nur um die 30 Menschen in Justus Ruh, sondern auch um die 30 jungen Männer, die innerhalb der Stadt Neukirchen in Gemeinschaftshäusern wohnen. Ferner um ein Paar, eine Mutter mit Kind und drei Männer, die in einzelnen Wohnungen untergekommen sind.

Der Erfolg und die Freude stützen sich auf ein gutes Mit- und Füreinander in der Gruppe, gute Organisation, Absprachen und Informationskultur. Dennoch gehe nicht alles reibungslos über die Bühne, so die Selbsteinschätzung der Gruppe. (ras) • Wer bei der Gruppe „Hilfsprojekt Flüchtlinge“ mitarbeiten möchte, sollte mit Pfarrerin Nora Dinges unter Tel, 06684/434 Kontakt aufnehmen.

Quelle: HNA

Kommentare