Helmut Braurothmit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

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Stolzer Träger des Verdienstkreuzes am Bande: Helmut Brauroth.

Schwalmstadt. Großer Bahnhof für Helmut Brauroth: Am Dienstagnachmittag reihte sich neben Verwandten und Wegbegleitern reichlich Politprominenz in den Gratulationsreigen im Sitzungszimmer des Treysaer Rathauses ein.

Aus den Händen von Staatssekretär Mark Weinmeister nahm Helmut Brauroth das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in Empfang. Zur Feierstunde waren unter anderem CDU-Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert, der frühere Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, Bürgermeister Dr. Gerald Näser, Treysas Ortsvorsteherin Christel Östreich, Parteikollege Karsten Schenk und Pfarrer Dieter Schindelmann gekommen.

Neben Fakten gaben die Gäste in munterer Runde vor allem Persönliches zum Besten: „Du warst bei der Post ein Kollege meines Vaters und dort habe ich als Junge in den Ferien ausgeholfen“, erzählte Näser. Weinmeister würdigte Brauroth als leisen Menschen, „der immer seine Meinung eingebracht hat“. Dabei sei besonders die Arbeit im Ortsbeirat nicht immer leicht gewesen: „Trifft man abends eine Entscheidung, kann sie einem am nächsten Morgen schon beim Bäcker um die Ohren gehauen werden“, sagte Weinmeister. Mehr als 30 Jahre hat Brauroth im Ortsbeirat mitgewirkt, war stellvertretender Ortsvorsteher. 18 Jahre war er zudem Mitglied der Stadtverordnetenversammlung.

Seine überlegte Art, sein freundliches Wesen habe er in Gremien wie der Betriebskommission der Kommunalen Wohnungsgesellschaft, im Verwaltungsrat der Stadtsparkasse, in den Verbandsversammlungen des Zweckverbandes des Europabades und des Zweckverbandes Schwalm eingebracht, bilanzierte Weinmeister weiter. Im CDU-Ortsverband war der Treysaer lange Jahre Vorsitzender, im Stadtverband bringe er seit 2004 die Seniorenarbeit voran.

Doch nicht nur politisch, auch kulturell und sozial engagiere sich Brauroth. Als Gründungsmitglied hob er den Stadtgeschichtlichen Arbeitskreis aus der Taufe, bis heute sei er Schatzmeister und ein gefragter Archivar. „Helmut Brauroth besitzt wohl eine der größten Ansichtskartensammlungen“, erläuterte Weinmeister. Und schon seit 2004 arbeitet er für die Schwälmer Tafel, leitet und organisiert den Fahrdienst. „Die Tafel lebt ein Stück weit von Ihnen“, sagte Weinmeister. Als Betreuer des Amtsgerichts habe er sich ehrenamtlich um die Belange zweier Schützlinge gekümmert.

Bernd Siebert lobte Helmut Brauroth als „einen der Fleißigsten, den ich in Treysa kenne“. Pfarrer Dieter Schindelmann sagte: „In der Auseinandersetzung habe ich Sie als jemanden kennen gelernt, der immer die Ruhe bewahrt.“ Brauroth besitze die Gabe, anderen die Hand entgegen zu strecken. „Sie schaffen etwas wunderbar Verbindendes, Sie sind ein Vorbild.“ Die gemeinsame „produktive und konstruktive Zeit“ würdigte Ortsvorsteherin Christel Östreich.

Quelle: HNA

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