Beschwerden von den Nachbarn

Hengstenberg: Saisonkräfte sind in Fritzlar willkommen

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Arbeitskräfte in der Firma Hengstenberg in Fritzlar.

Fritzlar. Die Kritik einiger Nachbarn am Umgang der Firma Hengstenberg mit Saisonarbeitern sorgt für Aufregung. Von menschenunwürdiger Unterbringung könne keine Rede sein. Diese Vorwürfe seien nicht haltbar, so Nachbar Matthias Möller.

Zwei Nachbarn hatten sich bei der HNA beschwert, dass die meist osteuropäischen Saisonarbeiter in sehr großer Zahl in kleinen Mehrfamilienhäusern entlang der Pappelallee lebten. Die Unterkünfte seien in einfachem, aber gutem Zustand und würden gut angenommen, erklärte Hengstenberg daraufhin. Einen Eindruck davon, erhielt die HNA während einer von Hengstenberg angebotenen Besichtigung eines der Gebäude.

"Den saisonalen Hilfskräften stehen in fünf Häusern Unterkünfte in zwei bis sechs Personenzimmern mit guter Infrastruktur wie voll ausgestattete Küchen, Waschmaschinen, Trockner und Satelittenfernsehen zur Verfügung", so Unternehmenssprecherin Katja Behringer.

"Wir haben ein super Verhältnis mit Hengstenberg und mit den Saisonarbeitern", sagt Nachbar Matthias Möller und distanziert sich von der Kritik der Nachbarn.

Hengstenberg achte sehr drauf, dass die Mitarbeiter gut untergebracht werden und auch darauf, dass das Verhältnis mit der Nachbarschaft und dem Unternehmen gut ist. "Wir fühlen uns nicht gestört", betont Möller.

Er kritisiert vielmehr das Verhalten der Nachbarn, die sich über Hengstenberg und die Saisonarbeitskräfte beschwert haben. Diese Nachbarn hätten Kameras auf ihrem Grundstück aufgestellt und filmten die Saisonarbeitskräfte sogar in ihrer Freizeit. "Es ist doch normal, wenn man nach dem Schichtwechsel miteinander vor der Haustür sitzt und miteinander spricht und dabei einen Kaffee trinkt", sagt Möller. "Das würden wir doch auch so machen." Er wisse, dass die Mitarbeiter gut untergebracht seien und auch, dass sie die Häuser und die Grundstücke sauber halten. "Wir haben ein freundliches Verhältnis", so Möller.

"Die meisten Nachbarn in der Pappelallee sind zufrieden mit der Situation", fügt er an. Es sei feige, dass die Kritiker ihre Namen nicht nennen, sondern anonym gegen die Mitarbeiter und das Unternehmen dass einen guten Ruf habe stichelten. Die Wohnsituation sei eben so, dass man in einem Mischgebiet lebe. Da könne es auch mal etwas lauter werden, doch auch daran arbeite Hengstenberg ständig. So seien zum Beispiel eigens geräuschärmere Elektro-Gabelstapler angeschafft worden, erklärt Möller. (may)

Quelle: HNA

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