Bunte Blätter fallen, graue Nebel wallen: Fünf Tipps als Stimmungsaufheller

Das tut gut im Herbst

Gudrun

Fritzlar. Wenn das Wetter kalt und nass und die Tage kürzer werden, fühlen sich viele Menschen müde und abgeschlagen. Das weiß die Fritzlarer Psychologin Gudrun Buddrus und hat fünf Tipps gegen das saisonale Stimmungstief.

Wer von sich weiß, dass er im Herbst und Winter zu solchen Symptomen neigt, kann rechtzeitig vorbeugen. Je früher, desto wirksamer, sagt die Psychologin im Gespräch mit unserer Redaktion.

1Licht: Die Psychologin rät, sich viel im Freien zu bewegen. „Frische Luft und Licht tun jetzt gut“, sagt sie und erklärt, dass es an dem Mangel an Helligkeit liege, dass sich viele Menschen so müde und abgeschlagen fühlen. Eine Lampe kann da nicht viel ausrichten: „Selbst wenn nicht die Sonne scheint, wirken im Freien wesentlich mehr Lux auf den Menschen ein, als es Zimmerbeleuchtung bieten kann“, sagt sie. Eine halbe Stunde pro Tag im Freien reicht aus.

2Bewegung: Drachen steigen lassen, ausgedehnte Waldspaziergänge, Kastanien oder Pilze sammeln und im Winter Schlittenfahren: Das hilft, denn sich im Freien zu bewegen, anstatt nur eine halbe Stunde auf einer Parkbank zu sitzen, hat eine größere positive Wirkung auf Körper und Geist.

3Entspannung: Hohe Erwartungen an sich selbst verschlechtern die trübe Herbststimmung: „Durch Müdigkeit lässt auch die Leistungsfähigkeit nach, was sich mit dem Druck, den viele Menschen verspüren überhaupt nicht verträgt“, erklärt Gudrun Buddrus. Ihr Rat: „Seien Sie nicht so streng mit sich selbst und gönnen Sie sich öfter Mal eine Pause.“ Nehmen Sie ein Schaumbad, tanzen sie zur Lieblingsmusik und lassen Sie Schietwetter einfach Schietwetter sein und genießen Sie die behagliche Wärme im Haus. Dazu trinken Sie Tee mit Kandis und schauen dem Regen zu, wie er gegen das Fenster trommelt.

4Einstellung: Kindheitserinnerungen helfen, eine positive Sicht auf den Herbst zu bewahren. Also nicht an Schmuddelwetter und Regen denken, sondern an Gummistiefel und Spaß in Pfützen. Auch wenn die Zeit längst vergangen ist, als sich das Kind in zusammengekehrte Blätterhaufen warf und später sein Gesicht in den Schnee drückte, um den Abdruck zu begutachten, die Erinnerung daran stimmt fröhlich. „Sich mit Menschen zu umgeben, die von Natur aus eine positive Sicht auf den Herbst haben, ist hilfreich“, erklärt Buddrus. „Solche Menschen können dazu animieren, rauszugehen.“

5Rot, Orange, Gelb: „Sonnenwarme Farben helfen, die Stimmung zu heben“, sagt die Psychologin Gudrun Buddrus und rät dazu, sich mit diesen Farben zu umgeben. Eine rote Mütze oder mal ein gelber Schlips wirken Wunder. Wer weniger Mut hat, seinen Kleiderschrank mit bunten Farben aufzupeppen, kann auch seine Wohnung entsprechen dekorieren: Selbst gesammelte und gepresste Herbstblätter sind bunt und wecken sogar Kindheitserinnerungen. Wer mag, kann auch die alten Wasserfarben rauskramen und Bilder malen, vielleicht sogar mit Ölfarben experimentieren und Spaß an bunt haben.

Von Miriam Koch

Quelle: HNA

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