Schwälmer Heringstopf mundete über 300 Gästen im Stadl

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Spitzentreffen unter bayerischer Dekoration: Von links der Präsident des Hessischen Bauernverbandes Friedhelm Schneider, Bundeslandwirtschafts-Minister Christian Schmidt, Mark Weinmeister und Kreislandwirt Adolf Lux.

Frielendorf. Dicht gedrängt ging es zu am Sonntag im Stadl am Frielendorfer Silbersee: Weit mehr als 300 Gäste strömten in die Halle.

Alle wollten eine der Traditionsveranstaltungen am Jahresanfang, den Schwälmer Heringstopf, miterleben und den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt hören. Sicher nicht ganz uneigennützig lag das Treffen diesmal im März, pünktlich zur heißen Phase im Landrats-Wahlkampf von Kandidat Mark Weinmeister.

Bernd Siebert, Bundestagsabgeordneter und Kreis - und Bezirksvorsitzender, begrüßte in launigem Ton die Gäste. Er umschrieb die Gegend als „Boom-Region“, deren politische Rahmenbedingungen von der CDU geschaffen worden seien. Man dürfe äußerst optimistisch sein, dass es in Kürze eine positive Entscheidung zum Weiterbau der A49 geben werde.

Der Bundesminister nahm den Ball gekonnt auf: „Ich habe gehört, am Zipfel des Kreises wird Wein angebaut, da ist Mark Weinmeister doch am rechten Platz.“

Über die Hälfte des Kreises werde durch solide Landwirtschaft genutzt. Als zukünftige Aufgabe nannte der Minister auch die Vorgaben in der Ökolandwirtschaft: „Wir setzen uns dafür ein, dass kleinbäuerliche Strukturen weiter eine gute Rolle spielen können“, sagte Schmidt.

Beim Thema Gesundheit hakte der Minister humorig ein: „Ich habe hier heute schon Ahle Wurscht eingekauft.“ Es gehe in erster Linie um das Vertrauen der Verbraucher. „Und nicht darum, dass Vertrauen durch Misstrauen zu ersetzen.“

Im Blick müsse man weiterhin Deutschland als Exportnation haben, auch im Bereich der Landwirtschaft. „Aber Ramsch können wir nicht, auf Dauer setzt sich nur Qualität durch. Auch bei landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln“, verdeutlichte der Politiker.

Für den Südlink müssten Standards gesetzt werden. Pro Tag verschwänden fast 80 Hektar landwirtschaftlicher Flächen. „Wir werden mit der Nutzung der Flächen sorgsamer umgehen müssen.“

Auch zur Griechenland-Krise bezog Schmidt Stellung: „Die Politik ist ein Rendezvous mit der Wirklichkeit, und der versucht Griechenland gerade auszuweichen. Gelingen wird das nicht.“

Dann wünschte Christian Schmidt einen guten Appetit, und den bewiesen die Gäste selbstverständlich beim obligatorischen Hering mit Kartoffeln.

Quelle: HNA

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