Ziegenhainer Lattcher feiern Herrensitzung

+

Ziegenhain. Mehr als 200 Männer genossen bei der Herrensitzung in Ziegenhain einen bunten Abend mit deftigem Humor, tollen Showeinlagen sowie einer kräftigen Prise Erotik.

Die Grippe- und Erkältungswelle machte auch vor gestanden Karnevalisten nicht halt. Auf der Herrensitzung des Ziegenhainer Karneval- Verein (ZKV) blieben am Freitag einige Stühle unbesetzt. Zahlreiche Besucher hatten kurzfristig abgesagt.

Zum mittlerweile 11. Mal hatten die Lattcher um Christian Kurz die Herrensitzung organisiert und feierten damit in diesem Jahr ein karnevalistisches Jubiläum. Dekoration aus 25 Jahren Ziegenhainer Karneval verwandelte die Kulturhalle in ein lebendiges Geschichtsbuch und sorgte für so manches „Weißt Du noch damals“-Gespräch.

Herrensitzung in Ziegenhain

Das diesjährige Programm war rund und bunt. Ein Höhepunkt jagte in knapp drei Stunden den nächsten. Besonders begeisterten die Tänze der Funkengarde, der Black Pearls und des Tanz Voxx Club. Im rustikalen Holzfällerstil ließen die Lattcher den Saal rocken. Nicht zu vergessen natürlich, Funkenmariechen Sophie Walde. Erstmals bei der Herrensitzung dabei bewies sie mit ihrem Solotanz ihr tänzerisches Können. Beeindruckend das Schwarzlichttheater der Black Pearls. Schwarzlicht verzeiht keine Fehler und jede falsche Bewegung wird offensichtlich. Die Tänzerinnen des ZKV bewältigten die Aufgabe aber mit Bravour und schienen zeitweise im schwarzen Raum zu schweben.

Für Stimmung im Saal sorgten auch in diesem Jahr wieder die Büttenredner. An vorderster Front kein geringerer als Schwalmstadts Bürgermeister Doktor Gerald Näser. Als Hausmeister Kalle berichtete er intime Geheimnisse aus dem Schwalmstädter Rathaus. Mit einem Augenzwinkern nahm er dabei sich selber und die Verwaltung gehörig auf die Schippe: „Ich habe letztens bei der Arbeit ein Baby gefunden. Aus dem Rathaus kann es aber nicht sein, die haben noch nie etwas mit Hand und Fuß gemacht.“

Büttenredner Matze Klein sorgte mit wohldosierten Witzen über das Verhältnis zwischen Treysa und Ziegenhain für laute Lacher: „Der liebe Gott hat ja früher Holzfiguren geschnitzt. Die richtig schönen waren Ziegenhainer. Die Hässlichen hat er hinter sich geworfen. Das waren die Treeser.“

Zwischen jedem Programmpunkt heizten leicht bekleidete Nummerngirls der Männerriege ein, und die traditionelle Strip-Show ließ so manchen der anwesenden Herren sein Smartphone zücken.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

Kommentare