1000 Quadratmeter großer Garten lockt viele Insekten

Ursula Blackert hat ein Herz für alte Sorten

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Mit viel Herzblut: Viel Arbeit und Leidenschaft steckt in Ursula Blackerts Garten, in dem sich nicht nur Bienen, Schmetterlinge und Vögel wohl fühlen. 

Eubach. Für Bienen wird es immer schwieriger, Nahrung zu finden. Aber es gibt auch Plätze, die wahre Oasen für die nektarsammelnden Insekten sind.

Einer dieser Plätze ist der Blumen- und Gemüsegarten von Ursula Blackert in Eubach. Dort blüht und duftet es. Dass sich hier nicht nur Bienen wohlfühlen, sondern auch Familie, Freunde und Bekannte, die sie gern in ihren Blumen- und Gemüsegarten einlädt, glaubt man gern.

Viel Herzblut und Arbeit steckt in Blackerts rund 1000 Quadrameter großem Gartenparadies. „Ich habe die alten Blumensorten gern, die meine Eltern schon im Garten hatten“, sagt Blackert. Und so leuchtet unter anderem der Lange Heinrich in sattem Gelb, pink blüht der Flox und das lilafarbene Lungenkraut wiegt sich im Wind. „In meinem Garten blüht eigentlich immer irgendetwas“, sagt Blackert. Sie hat ihre Pflanzen so zusammengestellt, dass es nahezu das ganze Jahr blüht und grünt. Chemische Dünger und Schädlingsbekämpfer sind in ihrem Garten tabu. Ursula Blackert setzt auf Pferdemist, der gut abgelagert wird. Viele Vogelhäuschen, die auch regelmäßig bewohnt sind, sorgen dafür, dass sich auch natürliche Schädlingsbekämpfer in ihrem Garten wohlfühlen.

Auch gießt sie ihre Pflanzen nur mit Regenwasser und da hatten sie in diesem heißen und trockenen Sommer jede Menge Arbeit. „Ein Sommerurlaub kommt für mich deshalb nicht in Frage“, sagt sie lachend. Im Gemüsebeet sprießen zum Beispiel Tomaten, Blattchicoree und auch grüner Spargel.

Spargel gehört dazu

„Das wollen die Leute immer gar nicht glauben, dass ich auch Spargel anbaue“, sagt die Gartenbesitzerin. Dabei könne man ein Spargelbeet gut fünfzehn Jahre nutzen. „Nur die ersten drei Jahre hat man keine Ernte“, erklärt sie. In dieser Zeit müssten die Wurzeln tief in die Erde wachsen. Ihre Liebe zum Gärtner hat sie entdeckt, als ihre Kinder kamen und sie deshalb den ganzen Tag zuhause war. Weil sie ihr Gemüse nicht gern einkocht, lagert sie es in Waschmaschinentrommeln, die sie in die Erde vergräbt. Mit Zweigen bedeckt, könne man Gemüse wie etwa Rote Beet, Karotten, Kohlrabi oder auch Kohl und Sellerie den Winter über einlagern. Jeden Tag gibt es für Blackert etwas im Garten zu tun, Blumenzwiebeln müssen ein- beziehungsweise ausgegraben werden, Bäume geschnitten, Büsche in Form gebracht werden.

Das ist für Blackert keine lästige Pflicht, sondern Leidenschaft. Und sie nimmt sich auch Zeit, ihren Garten zu genießen. „An einem heißen Tag im Garten unter der Birke zu liegen - was gibt es schöneres“, sagt sie.

Quelle: HNA

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