Hessenstickerei

Herz, Kreis und Tulpe für Altar der Mosheimer Kirche

+
Überreichten der Kirchengemeinde Mosheim Hessenstickerei für den Mosheimer Altar: Karin Röse aus Mosheim (links) und Elfriede Jakob aus Niederbeisheim.

Mosheim. Über ein Jahr haben Karin Röse aus Mosheim und Elfriede Jakob aus Niederbeisheim an einer Altardecke für die Mosheimer Kirche gearbeitet. Jetzt spendeten sie ihre Handarbeit der evangelischen Kirche in Mosheim, teilte das Kirchspiel Sipperhausen mit.

Die beiden Frauen haben laut Mitteilung über 30 Jahre in einer privat organisierten Spinnstube zahlreiche Decken, Tischläufer, Kissen und Lampenschirme bestickt. Dann kamen sie auf die Idee, gemeinsam eine Altardecke mit Hessenstickerei zu verzieren und mit der Handarbeit die Mosheimer Kirche zu schmücken. Die Organistin Margret Wenderoth aus Mosheim hatte dafür etwa 100 Jahre alte Leinentücher zur Verfügung gestellt.

Festgelegte Motive der Hessenstickerei sind laut Kirchspiel Herz, Kreis und Tulpe. Die Stickmuster seien seit Generationen festgelegt und von den Mosheimer Frauen in einem Volkshochschulkurs vor vielen Jahren erlernt und in der eigenen Spinnstube angewendet worden.

Viel Geduld nötig

Hessenstickerei erfordert neben guten Augen viel Geduld. Denn die Fertigstellung eines Kissens oder eines Tischläufers kann schon mal einen ganzen Winter mit abendlicher Kleinarbeit ausfüllen.

Die Stickereien gelten als ausgesprochen hübsch, weil sie durch feine Nadelführung ein ganz zartes Ornament bilden, das jedes Stück Leinen wie ein Kunstobjekt einrahmt. (red)

Quelle: HNA

Kommentare