Der Technische Prüfdienst hat im Schwalm-Eder-Kreis 221 Feuerwehren kontrolliert

Auf Herz und Nieren prüfen

Matthias Rohn hat es geschafft: 440 Fahrzeuge der Feuerwehren im Schwalm-Eder-Kreis hat er überprüft. Nach sieben Jahren müssen die Reifen von Feuerwehrautos erneuert werden. Foto: Haaß

Schwalmstadt. 221 Feuerwehrhäuser, 440 Fahrzeuge und 216 Tragkraftspritzen: Das war die stolze Bilanz von Matthias Rohn, Prüfer beim Technischen Prüfdienst Hessen. Ein halbes Jahr hat der Feuerwehrmann im Auftrag des Prüfdienstes Feuerwehren im Schwalm-Eder-Kreis kontrolliert. Begonnen hatte er im April. Seine letzte Station im Kreis – der Kreis mit den hessenweit meisten Feuerwehren – war Schwalmstadt.

Ein halbes Dutzend Feuerwehrfahrzeuge wurden auf dem Hof der Ziegenhainer Feuerwache von Rohn durchgecheckt: das Alter der Bereifung, die Ladungssicherung, elektrische Betriebsmittel und der Atemschutz wurden kontrolliert.

Kontrolle alle fünf Jahre

„Wir verstehen uns als Partner der Feuerwehren und weniger als gnadenlose Prüfer, vor denen man Angst haben muss“, erklärte Rohn. Alle fünf Jahre müssen die Feuerwehren sich und Ihre Ausrüstung prüfen lassen. Das steht so im Hessischen Brandschutzgesetz.

„Die Prüfungen dienen in erster Linie dem Schutz der Feuerwehrangehörigen. Durch uns und unsere wiederkehrenden Prüfungen kann auch gegenüber der Politik Druck aufgebaut werden, um positive Veränderungen für die Ehrenamtlichen zu erreichen.“ Seinen Ursprung hat der Technische Prüfdienst Hessen bei der Brandversicherung.

Mitte der 50er-Jahre schickte der Dienst erstmals Prüfer durchs Land, um die von ihnen mitfinanzierten Ausrüstungsgegenstände und Pumpen auf ordnungsgemäße Wartung und Funktionsfähigkeit zu prüfen. Seit 2005 hat die Medical Airport Service GmbH die Aufgabe inne.

Prüfen und beraten

Auch die Feuerwehrhäuser kontrolliert Rohn. Der Zustand von Schlauchwaschanlagen, Schlauchtrockentürmen, Werkstätten, Lager, Garagen und Übungsanlagen wird überprüft.

„Wir prüfen nicht nur, wir beraten auf Wunsch die Kommunen auch bei Neubeschaffungen und können so helfen, Geld zu sparen“, sagte Rohn. Im Extremfall könnte er Fahrzeuge stilllegen lassen und Feuerwehrhäuser schließen.

„Im Schwalm-Eder-Kreis sind die Feuerwehren aber gut aufgestellt, die Gerätewarte halten ihre Sachen in Schuss.“

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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