Heinz Schembier engagiert sich seit 1967 ehrenamtlich

Treysaer erhielt Verdienstkreuz am Bande

Träger des Verdienstkreuzes: Heinz Schembier (zweiter von rechts) mit seiner Frau Gisela, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Bürgermeister Wilhelm Kröll. Foto: Heist

Schwalmstadt. Berufliches, politisches und soziales Engagement zeichnen den Lebensweg von Heinz Schembier aus. Für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde der gebürtige Treysaer gestern mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Im Sitzungssaal des Ziegenhainer Rathauses nahm der 71-Jährige die Auszeichnung in Anwesenheit seiner Familie entgegen. Verliehen wurde sie von Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, der sie im Namen von Bundespräsident Christian Wulff überreichte.

Lübcke würdigte Schembier als jemanden, der mit Herz und Verstand dazu beigetragen habe, Menschen sozial zu unterstützen. Als Privatmann habe er Aussiedler und Migranten bei der Integration in Schwalmstadt unterstützt und sich im Schwalm-Eder-Kreis für die Aktion für behinderte Menschen eingesetzt.

Für seine Verdienste um das Gemeinwohl war der Schwalmstädter bereits 1990 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet worden.

Bevor Schembier die Leitung des Jugendamtes im Kreis Ziegenhain und im Schwalm-Eder-Kreis übernahm, arbeitete er als Rechtspfleger. Es folgten der Wechsel ans Rechtsamt und die Leitung des Kreissozialamtes.

Seit 1967 engagiert sich Schembier ehrenamtlich. 1974 trat er der Arbeiterwohlfahrt (AWO) bei und übernahm 2008 den Vorsitz des Ortsverbandes Schwalmstadt. Auch im Sozialverband VdK brachte er sich ein.

Seit mehr als 15 Jahren berät und unterstützt er ehrenamtlich Menschen in Notsituationen

„Es lohnt sich menschlich“

Kommunalpolitisch war Schembier von 1968 bis 1993 für die SPD tätig und engagierte sich in mehreren Gremien, zunächst in Treysa, dann in Schwalmstadt. Für seine mehr als 20-jährige kommunalpolitische Arbeit war Schembier 1993 die Ehrenbezeichnung „Stadtältester der Stadt Schwalmstadt“ verliehen worden. „Ehrenamtliche Tätigkeit lohnt sich, nicht finanziell, aber menschlich. Es ist eine Tätigkeit, die mit Geld nicht aufzuwerten ist“, sagte Schembier in seiner Dankesrede. Letztendlich käme es nicht darauf an, warum man sich engagiere, sondern, dass man es tue.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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