Aus Spanien

Breunaer Tierschützerin rettet sieben Windhunde

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Hat Windhunde aus Spanien vor dem sicheren Tod gerettet: Tierschützerin Maria Hecht aus Breuna mit einem Teil ihrer Rasselbande im Garten.

Breuna. Maria Hecht ist Tierschützerin und hat sieben Windhunde aus Spanien vor dem sicheren Tod gerettet.

Langbeinige, superschlanke Schönheiten empfangen Besucher in der Braunsbergstraße 16 in Breuna. Während einige jedem sofort auf den Schoß springen, verfolgen andere mit angstvollen Augen jede Bewegung der fremden Person.

Kinderlieb: Podenco Fussel schläft mit Maria Hechts Enkelkind Liam im Körbchen.

Ligera hat Krebs und wird bald sterben, Cane ist ein seelisches Wrack und darf nicht zuviel toben, weil das Herz nicht mitspielt und Flora ist klapperdürr. Rihanna wurde grausam gequält und die süße Conny saß ein Jahr in der Tötungsstation, weil sie mit abgeschnittenen Ohren niemand haben wollte. Die sogenannten Galgos und zwei Podencos werden in Spanien zur Jagd eingesetzt und danach grausam entsorgt. Ein Drama, das sich jedes Jahr nach der Jagdsaison abspielt. Tierschützer vermitteln die Tiere, die in Spanien keine Zukunft mehr haben, nach Deutschland.

Wer soviel Hunde hat, für den haben manche Zeitgenossen nur ein Kopfschütteln übrig. Das kann Maria Hecht gut verstehen. Die meisten Schützlinge waren Pflegehunde, die die Breunaerin eigentlich an tierliebe Familien vermitteln wollte. „Ich habe mich auf Angsthunde spezialisiert“. Die Spanier kamen nach Breuna und entweder waren sie so stark traumatisiert, dass sie sie nicht wieder abgeben konnte oder schwer krank. Da die meisten von ihnen nur noch eine kurze Lebenserwartung haben, durften sie schließlich bleiben. „Wir hoffen, irgendwann bei zwei Hunden angekommen zu sein, damit wir wieder ein normales Leben führen können“, sagt Maria Hecht. Derzeit ist daran nicht zu denken. Alles dreht sich um die Tiere.

Hat Windhunde aus Spanien vor dem sicheren Tod gerettet: Tierschützerin Maria Hecht aus Breuna mit einem Teil ihrer Rasselbande im Garten.

Während ihr Mann allein verdient, kümmert sich die Tierschützerin rund um die Uhr um die Hunde: zehn mal füttern, medizinisch versorgen, bewegen und unzählige Streicheleinheiten verteilen. Ehepaar und Hunde leben auf einer Baustelle. Neben dem Hauptjob des Mannes und der Arbeit mit den Tieren baut das Paar in Breuna eine alte Scheune als Wohnraum um.

Maria Hecht stellt sich trotzig allen Herausforderungen. „Unsere Hunde stehen an erster Stelle“. Lieber investiere sie in gutes Hundefutter, als in ihr eigenes Essen. Denn die Kosten, vor allem für den Tierarzt, seien enorm. Die Breunaerin freut sich, wenn tierliebe Menschen Patenschaften für ihre Schützlinge übernehmen und auch über Sach- und Futterspenden.

Kontakt: 05693/9186629 

Quelle: HNA

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