Modellbahn- und Auto-Tauschbörse soll Dauereinrichtung werden

Modelle über Modelle: Réne Berndt, Ralf Siebert, Organisator Jens Berndt, Ulrich Fetzer und Kai Rahe (von rechts) zeigen eine Auswahl dessen, was gestern in der Kulturfabrik angeboten wurde. Die Sammler und Anbieter Fetzer und Rahe waren aus Braunschweig angereist. Fotos:Schaake

Melsungen. Die Modellbahn- und Auto-Tauschbörse in Melsungen scheint sich zum Publikumsmagneten zu entwickeln. Gestern fand die zweite Börse in der Kulturfabrik ein großes Echo. Schon kurz nach der Öffnung um 10 Uhr bildeten sich an den Ständen Schlangen.

Und Jens Berndt, der die Tauschbörse zusammen mit seiner Frau Sylvia organisiert, gerät ins Schwärmen: „Die Kulturfabrik ist ideal für diese Veranstaltung. Eine schöne Halle“.

Bereits die erste Börse im vergangenen Jahr war ein Erfolg, gestern freute sich der Organisator über 400 Gäste.

Wegen der zentralen Lage Melsungens möchte Berndt die Börse auch zu einer Dauereinrichtung und zu einer Dauerattraktion für die Region machen.

Der Termin für die dritte Börse steht schon fest: Am Sonntag, 11. März, ist es um 10 Uhr wieder soweit. Und im Herbst möchte Berndt zwei weitere Termine anbieten. Sein Ziel ist eine zweitägige Börse mit einer größeren Ausstellung und Vorführungen. Dann sollen die Modellbahnen nicht nur auf den Tischen liegen, sondern auch ihre Runden drehen.

„Diese Halle bietet sich dafür bestens an, und auch das Parkplatzangebot ist ideal“, sagt Berndt. Er betreibt in Eschwege ein Spielzeuggeschäft - nach der Wende hat er sein Hobby zum Beruf gemacht.

Diese Börse lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Fast alles, was das Herz des Sammlers oder Modellbahnbetreibers begehrt, wird hier angeboten - von der Mini-Dampfwalze über Lokomotiven verschiedener Epochen, Weichen und Gleisen, Modellhäusern, Autos aller Art bis hin zum Notarztwagen im Miniaturformat. 20 Privatleute, Händler und Vereine - sogar aus Hannover und Berlin - präsentierten ihre Raritäten.

„Das Angebot ist gut, aber es gibt noch zu wenig für die Spur TT“, sagt Daniel Lorenz aus Körle. TT - das ist die Zwölf-Millimeter-Spurweite.

Fündig wurde er gestern bei Hans-Helmut Müller aus Kassel, der gleichzeitig für das Straßenbahnmuseum in Bettenhausen wirbt. Am Stand des Stahlbauschlossers im Ruhestand gab es genug Zubehör für die Mini-Bahn, und für die Anlage in Körle erwarb die Familie zwei Lastwagen und Gleise. Darüber freute sich auch der fünfjährige Sohn Sverre.

Die Börse machte deutlich, dass Modellbahnen und -autos immer im Trend sind. Und auch Minihubschrauber gingen in der Kulturfabrik in die Luft. Dabei blieb der Pilot, Réne Berndt, mit beiden Beinen auf dem Boden.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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