Herzerfrischende Premiere des Volksbühnen-Stückes „Komm raus aus dem Schrank“

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Freuen sich über den Toto-Gewinn (von links): Pfarrer Lionel Toop (Jürgen Kleinhans), Willie Briggs (Lothar Neumann), Ruby Bridges (Ilona Neumann), Bischof von York (Manfred Altmann), Pfarrer Arthur Humphrey (Christian Schneider), Penelope (Andrea Schmolke) und Miss Margaret Skillon (Stephi Pante). Fotos: Uminski

Bad Emstal. Ein übertrieben sparsamer Pfarrer, eine verschwenderische Ehefrau, eine schusselige Haushälterin, eine militante Kirchenvorstandsdame und ein Toto-Gewinn-Schein, der mehrfach seinen Besitzer wechselt, bildeten die perfekte Mischung für eine gelungene Theater-Farce. Am Samstagabend feierte die Volksbühne Bad Emstal im ausverkauften Kur- und Festsaal ihre Premiere von „Komm raus aus dem Schrank“.

Es sind vor allem die neun Lampen im Wohnzimmer, die Pfarrer Lionel Toop auf die Palme bringen. Diese werden mit Vorliebe von seiner Frau Penelope, einer ehemaligen Schauspielerin, ständig eingeschaltet. Dabei hat der Geistliche nur die hohe Stromrechnung im Hinterkopf.

Überhaupt fehlt der Gemeinde Geld für das Pfarrhaus und die Kirchenglocke, die einen Sprung hat. Pfarrer Lionel Toop bekämpft vehement das Glücksspiel in seiner Gemeinde und weiß auch nichts davon, dass seine Frau Penelope selbst in einer Fußballtoto-Tippgemeinschaft mitspielt. Es kommt wie es kommen muss: Penelope gewinnt mit ihren Tipp-Freunden, der Haushälterin Ruby und ihrem Freund Willie den Toto-Gewinn. Doch wie soll sie das ihrem Mann nur erklären? Und wo ist denn überhaupt plötzlich der Toto-Schein hin? Zu allem Überfluss verbrennt der Lammbraten, Pfarrer Lionel Toop verletzt sich und der Bischof von York kündigt sich kurzfristig an. Das Chaos ist vorprogrammiert.

Das Stück spielt in den 1970er Jahren in einem verträumten kleinen Dorf in England. „Es geht um Spaß und Unterhaltung“, sagt Lothar Neumann, Vorsitzender des Vereins. „Hier können die Leute für zwei Stunden entspannen und lachen.“ Typisch für das englische Theaterstück sei der feinsinnige Humor. „Es ist ein sehr schwarzer Humor mit viel Wortwitz und Situationskomik.“ Geprobt wurde seit Januar, die Premiere ist immer am Ostersamstag und die letzte Vorstellung wird zu Pfingsten gespielt.

Weitere Termine: 3. Mai, 10, Mai, 24. Mai und 7. Juni jeweils um 20 Uhr, 9. Juni um 17 Uhr. Einlass ist eine Stunde vor Beginn. Karten im Vorverkauf kosten 7,50 Euro, an der Abendkasse 9,50 Euro. Karten beim Vereinshaus in Bad Emstal-Balhorn, bei Foto-Schwarz in Bad Emstal-Sand, im Tourist-Marketing am Thermalbad und in der Buchhandlung Mander in Wolfhagen.

Quelle: HNA

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