Neuer Lagerplatz für Wertholz

Hessen-Forst vermarktet wertvolle Baumstämme in ganz Europa

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Das Beste, was die nordhessischen Wälder zu bieten haben: Auf dem neuen Wertholzplatz von Hessen-Forst, am Obersten Holz zwischen Niedervorschütz und Niedermöllrich nahe der B 254 gelegen, lagern knapp 1000 Festmeter edle Hölzer, die meistbietend verkauft werden sollen. Im Hintergrund sind links der Odenberg und rechts der Lamsberg bei Gudensberg zu sehen.

Schwalm-Eder. Die wertvollsten Baumstämme aus Nordhessens Wäldern lagern zurzeit auf dem neu angelegten Wertholzplatz beim Obersten Holz zwischen Wabern und Gudensberg. Hessen-Forst hofft auf gute Erlöse bei der europaweiten Versteigerung.

In ordentlichen Reihen liegen die dicken Eichen- und einige Buchenstämme seit Dezember am Waldrand des Obersten Holzes. Schilder weisen den Weg zum neuen Wertholzplatz von Hessen-Forst, der im vergangenen Jahr angelegt worden ist.

„Wir haben an dieser Stelle endlich ausreichend Platz, um das Holz richtig lagern und präsentieren zu können“, sagt Karl-Gerhard Nassauer, Leiter des Hessischen Forstamtes in Jesberg nd zuständig für die Wertholz-Vermarktung.

Die besten Stämme, besonders Eichen, aus ganz Nordhessen sind bis Ende Dezember auf den Platz gebracht worden. Wichtiges Kriterium für die Ortswahl sei auch die gute Erreichbarkeit gewesen, sagt Nassauer. Denn interessierte Kunden für die Stämme kommen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland, da ist die Nähe zu Autobahnen wichtig.

Kaufinteressenten werden in den kommenden Wochen vor Ort besichtigen, was ihnen vom Forstamt schriftlich angeboten wurde. „Wir haben ein Verzeichnis des Wertholzes erstellt und an mögliche Kunden verschickt“, erläutert der Forstamtsleiter.

Bis Anfang Februar haben Käufer wie Furnierholz-Fabriken und Sägewerke Zeit, sich das Holz anzuschauen und dann ein Gebot abzugeben. Die Stämme werden dann an den Meistbietenden verkauft.

Besonders gut nachgefragt werde weiterhin nordhessische Eiche, sagt Nassauer. Nach wie vor haben Faßdauben-Hersteller aus Frankreich großes Interesse: Sie nehmen nur alte Eiche für ihre Weinfässer. Auch Künstler gebe es, die für Skulpturen nach entsprechenden Stämmen Ausschau halten. Eschen sind besonders in Polen begehrt.

 Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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