Hessentag setzt Festival zu

Vorverkauf beim Kulturzelt läuft bislang schlechter als erwartet

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Kraftakt: Ilie Anghel (links) und Remus „Tarzan“ Covacs stellten mit zwei Kollegen und Chef Manfred Huppertz das Kulturzelt bereits am Mittwoch im Bereich der Wolfhager Teichwiesen auf.

Wolfhagen. Der Vorverkauf für die Veranstaltungen des Wolfhager Kulturzelts läuft schlechter als erwartet. Wolfgang Frey, der mit seiner Truppe Ehrenamtlicher in diesem Jahr ab 29. Mai das 19. Wolfhager Festival veranstaltet, befürchtet, wenn es so weiterläuft, ein Defizit. Den Hauptgrund sieht Frey beim Hessentag.

In den zurückliegenden Jahren schrieb man nur einmal rote Zahlen, knapp 2000 Miese waren seinerzeit zu verkraften. In diesem Jahr könnte es bei Gesamtkosten von rund 250.000 Euro wesentlich dicker kommen. „Wir liegen beim Vorverkauf etwa 20 Prozent hinter den Zahlen von 2012“, beschreibt Wolfhagens Kulturmanager die Lage.

Man habe „tolle Künstler“, mit Konstantin Wecker, Stefanie Heinzmann und Matze Knop eigentlich Selbstläufer. Mit Stefan Gwildis, Mia und Bosse, aber auch Blumentopf und Mrs. Greenbird sei man musikalisch ebenfalls glänzend aufgestellt, dazu das Traumfänger-Varieté und die Kabarettistin Gerburg Jahnke.

„Wir kämpfen um jeden Zuschauer.“

Dennoch brummt der Vorverkauf nicht so wie gewohnt. Am besten werde die Schlagerparty mit Dieter Thomas Kuhn nachgefragt, knapp 1000 Karten sind bereits abgesetzt. Mit 1700 wäre das Zelt ausverkauft. Bei den bestuhlten Veranstaltungen liege man mit rund 600 verkauften Karten bei Konstantin Wecker und seiner großen Bandproduktion im Soll. Bestuhlt hat das Palastzelt Platz für 870 Leute.

Dass es in diesem Jahr schwer werden würde, wussten Frey und Co. Nur fünf Tage nach Ende des Wolfhager Festivals startet in Kassel der Hessentag. Mit einer derartigen „Gigantomanie“, so Frey, habe man aber nicht gerechnet: die Toten Hosen, die Ärzte, David Garret, Peter Maffay, Unheilig, Helene Fischer, und, und, und. Das Geld, das für Hessentagstickets ausgegeben wird, fehle für Kulturzeltkarten.

Sicher spiele auch eine Rolle, dass es in Wolfhagen in diesem Jahr keine internationale Zugnummer wie Milow oder James Morrisson gebe.

Aufgeben wolle man in Wolfhagen deswegen noch nicht. „Wir kämpfen um jeden Zuschauer“, sagt der Mann vom Kulturzelt. Derzeit wird verstärkt plakatiert. Außerdem hoffe man auf gutes Wetter, um viele Leute in den lauschigen Biergarten zu locken. Mit seinem Getränkestand inmitten der übrigen Gastronomie hat der Kulturzelt-Verein eine weitere Einnahmequelle.

Noch Hoffnung

Noch habe man Hoffnung, dass sich die Qualität des eigenen Programms durchsetzt und in den letzten Tagen vor dem Wolfhager Festival der Kartenverkauf anzieht.

Und sollte man doch ein Defizit einfahren, werde man es im kommenden Jahr wieder ausbügeln ist Frey sicher. Beim 20. Kulturzelt, werde es echte Zugnummern geben, Gespräche laufen bereits. Frey: „Nächstes Jahr findet der gefühlte Hessentag wieder auf den Teichwiesen in Wolfhagen statt.“

Quelle: HNA

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