60 Appartments in umgebauter JVA bezugsfertig

Hessische Sicherungsverwahrung in Schwalmstadt eingeweiht

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Symbolischer Schlüssel: Anstaltsleiter Jörg Bachmann, die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger und Thomas Platte, Chef des Hessischen Baumanagements (von links).

Schwalmstadt. Die umgebaute Sicherungsverwahrung in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Schwalmstadt ist am Dienstag eingeweiht worden. 150 Gäste waren zur Schlüsselübergabe des Hessischen Baumanagements an die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann eingeladen. Ein großes Medienaufgebot nicht nur aus Hessen begleitete den Festakt in der Sporthalle der JVA.

Rund 12,5 Mio. Euro wurden innerhalb des Anstalt im historischen Stadtkern Ziegenhains verbaut, um Wohnraum für bis zu 60 Sicherungsverwahrte zu schaffen, der den höchstricherlichen Vorgaben genügt. An dem Projekt des Landes Hessen beteiligt sich Thüringen mit 25 Prozent der Kosten. Dafür kommen in Schwalmstadt bis zu 15 Sicherungsverwahrte aus dem Nachbarland unter. Der Thüringische Justizminister Holger Poppenhäger bezeichnete die Zusammenarbeit der beiden Länder als „Herzensangelegenheit“.

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Einen genauen Termin für die Belegung der 18-Quadratmeter-Appartments gibt es noch nicht. Zuvor stehen noch brandschutz- und sicherheitstechnische Überprüfungen an. Geplant ist, dass die derzeit in der JVA Weiterstadt untergebrachten hessischen Sicherungsverwahrten im Herbst nach Ziegenhain umziehen.

Der Umbau des Erweiterungsbaus Block E aus den frühen 70er Jahren hat 18 Monate gedauert und die Baufachleute vor schwierige Anforderungen gestellt. Den ursprünglichen Plan zum Neubau eines Gebäudes innerhalb des die Anstalt umgebenden historischen Wallgrabens hatte man aus Kostengründen fallen lassen.

Von Anne Quehl

Bildergalerie von der Einweihung

Hessische Sicherungsverwahrung in Schwalmstadt eingeweiht

Quelle: HNA

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