Nur 36 Prozent Wahlbeteiligung

SPD-Bürgermeisterkandidat Petrich holt 80,5 Prozent der Stimmen 

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Ab dem 1. Juli sind sie Edermündes First Family

Edermünde. Thomas Petrich heißt der neue Bürgermeister von Edermünde. Für den 50-jährigen Haldorfer stimmten 80,5 Prozent der Wähler, die den Weg in eines der sechs Wahllokale nicht gescheut hatten. Knapp 36 Prozent der 6015 wahlberechtigten Edermünder beteiligten sich an der Abstimmung.

„Die 80 Prozent sind eine sehr gute Basis für meine Arbeit in Edermünde“, sagte Petrich kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses im Rathaus. Er habe sich zwar eine Beteiligung von über 40 Prozent gewünscht, aber er werde die Chance nutzen, auch die Nichtwähler mit seiner Arbeit zu überzeugen.

Neben der Familie und Freunden sowie Arbeitskollegen glänzte die komplette SPD-Prominenz aus dem Landkreis mit ihrer Anwesenheit. „Das ist schon ein schöner Abend für uns“, sagte auch Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub.

Eine Wahl mal nicht mit feuchten Händen abwarten zu müssen und bis zum Schluss zu zittern, ob der eigene Kandidat durchkommt: Das fanden auch Landtagsabgeordneter Günter Rudolph, Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke und Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker (alle SPD) sehr entspannend.

Aktualisiert um 21 Uhr.

Allzu lange musste auch nicht auf das Ergebnis gewartet werden: Um 18.40 Uhr schon gab Wahlleiter Stefan Wassmuth das Endergebnis bekannt. Mit 86,7 Prozent Ja-Stimmen und 42,5 Prozent Wahlbeteiligung holte Petrich in Holzhausen sein bestes Ergebnis.

Es sei durchaus keine Selbstverständlichkeit, dass man bei einer Direktwahl ein solches Ergebnis einfahre, sagte Günter Rudolph und sprach von einem großen Vertrauensvorschuss für Petrich.

„Die nicht zur Wahl gegangen sind, haben halt nichts gegen Dich“, sah es Noch-Bürgermeister Karl-Heinz Färber von der positiven Seite. Er sei froh, einen so guten Nachfolger zu haben.

Von einem „neuen Bürgermeistertyp“ sprach Dr. Edgar Franke: Kein Macho alter Schule, sondern einer, der auf die Menschen zugeht, der zuhört, der sensibel ist.

Noch bis zum 30. Juni gehört Thomas Petrich zur VW-Belegschaft, ab 1. Juli hat er einen neuen Chef: die Edermünder Einwohner.

Von Ulrike Lange-Michael

Fotos vom Wahlabend

SPD-Mann Petrich zieht ins Rathaus in Edermünde

Quelle: HNA

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