Ernährungsführerschein und Opernwerkstatt: Drittklässler hatten volles Programm

Hilfe gab’s von Kater Cook

Bunt, gesund und lecker: Josephine Bressel (von links), Rebecca Nordmeier und Hannah Birkandt sind auf em Foto zu sehen. Foto: ga

EHLEn. Ein leuchtend buntes Büffet mit lachenden Brotgesichtern, Knabbergemüse, Kräuterquark-Dip und Salaten haben die beiden dritten Klassen der Grundschule im Erlenhof aufgebaut – sichtbares Ergebnis der insgesamt sieben Unterrichtseinheiten zum Thema gesunde Ernährung.

Mit Hilfe von „Kater Cook“, der Symbolfigur des Projekts aid-Ernährungsführerschein, und Diätassistentin Monika Günst aus Naumburg sind die 26 Kinder der 3a und 3b tief in die Geheimnisse der gesunden Ernährung eingedrungen. Die Kinder waren begeistert bei der Sache – das spiegelte sich auch im Super-Ergebnis des Tests für den Ernährungsführerschein wider: Alle haben bestanden, die Punktezahl liegt im oberen Drittel, berichten die Klassenlehrerinnen Dorothee Walz-Naujoks und Ilse Kriwet-Vetter.

Das angerichtete Frühstücks-Büffet diente als praktische Prüfung und Abschluss der Einheit insgesamt. Und da Essen nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Gemeinschaftssache ist, haben die Kinder jeweils einen Begleiter aus der Familie mitgebracht, um zusammen „das Büffet zu räumen“. Im Vorfeld haben Eltern die Einheit durch praktische Hilfe unterstützt; zudem gab es einen Elternabend mit Informationen zum Thema.

Regeln bei Tisch

Außer der Ernährungspyramide gehört zum neu angeeigneten Wissen auch der „Tisch-Knigge“ – Regeln zum richtigen Verhalten bei Tisch. Für die Schule im Erlenhof bedeutet dieser dritte Durchgang des Ernährungsführerscheins gleichzeitig einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Erlangung des Teilzertifikats „Gesunde Ernährung“, das vom Hessischen Kultusministerium vergeben wird.

In der Vergangenheit hat die Schule bereits Teilzertifikate zu „Bewegung und Wahrnehmung“ und „Sucht und Gewaltprävention“ erlangt, erzählt Rektorin Kirsten Wetterau. Geplant ist demnächst ein großes gemeinsames Frühstück mit Müsli und Rohkost auf dem Schulhof mit allen Kindern der Schule, das die jungen „Ernährungswissenschaftler“ auf die Beine stellen wollen. Ein weiterer Höhepunkt dieses Vormittags war die Opernwerkstatt „Papageno“, zu der einige Kinder direkt vom Frühstückstisch in die Turnhalle sausten.

Die Texte ihrer Rollen hatten sie bereits vorher einstudiert, dann folgte der Schauspielunterricht in Form eines Workshops, um einige Szenen aus Mozarts „Zauberflöte“ aufzuführen. Wie ein Vollkornbrot noch kein gelungenes Essen garantiert, so reicht beim Theater nicht allein der Text: Er muss deutlich und klar gesprochen werden, Gestik, Mimik und Zeitpunkt müssen passen, Kostüme für die Akteure gab es aus der großen Holztruhe.

Natürlich durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen – alle Finger gingen hoch, als die Sänger Gregor Braun und Barbara Angermaier aus Wien von der „Kinderoper Papageno“ nach sieben Akteuren als Darsteller für die Schlange fragen.

Und dass Opern nicht nur etwas für alte Leute sind, das bewiesen die Kinder, Akteure und Zuschauer mit sichtbarer Freude im Gesicht. (ga)

Quelle: HNA

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