Homberg fördert die Instandsetzung von Fachwerkfassaden in der Innenstadt

Hilfe bei der Renovierung

So kann eine schmucke Fassade aussehen: Historische Fachwerkhäuser am Marktplatz in Homberg. Archivfoto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Die Renovierung von Fachwerkfassaden ist für Hauseigentümer eine teure Angelegenheit. 40 000 Euro stellten die Stadt Homberg, der Verein Bürger für Homberg und das Landesamt für Denkmalpflege nun zusätzlich für die Sanierung von Fassaden in der Kernstadt zur Verfügung, damit Homberg ein geschlossenes Stadtbild behält. Dazu wurde jetzt die Verwaltungsvorschrift für Fassadenzuschüsse ergänzt. Ab 1. September kann die Förderung beantragt werden.

? Wer kann für welche Häuser die neuen Zuschüsse beantragen?

! Antragsberechtigt sind Grundstückseigentümer, die die Fassade ihres Fachwerkshauses in der Homberger Innenstadt sanieren möchten. Das Haus muss von öffentlichen Straßen oder Plätzen gut zu sehen sein und eine städtebauliche, ortsbildprägende, baugeschichtliche oder kulturelle Bedeutung haben. Eine Renovierung der Fassade von bedeutsamen Fachwerkgebäuden kann auch in den Stadtteilen gefördert werden.

? Welche Instandsetzungsarbeiten werden gefördert?

! Zuschüsse gibt es für den Einbau von hölzernen Sprossenfenstern, die Sanierung von Fassaden und den Einbau von Fensterläden. Auch für das Aufarbeiten von historischen Fenstern und Eingangstüren gibt es Geld.

? Mit wie viel Geld kann ein Hauseigentümer pro Antrag rechnen?

! Der Zuschuss für die Sanierung einer Fachwerkfassade im gesamten Stadtgebiet beträgt bis zu zwanzig Prozent der Renovierungskosten. Pro Haus sind das alle zehn Jahre maximal 1000 Euro. Neu ist, dass Eigentümer von Häusern in der Altstadt zusätzlich bis zu 2000 Euro (oder 20 Prozent der Kosten) für die Renovierung von Fenstern und Haustüren bekommen können. Bei Häusern am Marktplatz fördert der Verein Bürger für Homberg noch einmal 20 Prozent der Kosten. Das sind bis zu 1000 Euro pro Fenster oder Tür. Insgesamt kann die Renovierung von diesen Gebäuden so bis zu 40 Prozent betragen.

?Wo stellt man den Antrag und wie läuft das Verfahren ab?

!Anträge müssen vor Beginn der Instandsetzung an die Stadt Homberg gerichtet werden. Sie sollen zwei Angebote für die Renovierung und Fotos von der sanierungsbedürftigen Fassade enthalten. Ein Gremium aus Vertretern von Stadt, Denkmalpflege und dem Verein Bürger für Homberg entscheidet dann in Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde, ob ein Zuschuss gewährt wird. Nach dieser Vorprüfung, die nur wenige Wochen dauern soll, kann mit die Renovierung beginnen. Die Hauseigentümer müssen nach Abschluss der Arbeiten quittierte Rechnungen und Fotos der fertigen Fassade vorlegen. Danach wird der endgültige Zuschuss berechnet und ausgezahlt.

? An wen kann man sich mit Fragen zur Förderung wenden?

! Gundula Michel vom Bauamt der Stadt Homberg ist Ansprechpartnerin für Fragen zur Fassadenrenovierung. Bei Bedarf vermittelt sie Kontakte zum Landesamt für Denkmalpflege oder zum Verein Bürger für Homberg, die bei der Auswahl der richtigen Farben und Fenster helfen. • Kontakt: Bauamt, Gundula Michel, Tel. 05681/994143, gundula.michel@homberg-efze.de

Von Friederike Szamborzki

Quelle: HNA

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