Hilfe auf dem Weg zurück in die Selbstständigkeit

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Das Praxis-Team: Anne Schaumlöffel (von links), Steffi Klein, Diana Träbing und Jasmin Ewald.

Unter dem Begriff Ergotherapie werden alle Arbeits- und Beschäftigungstherapien zusammengefasst. Ziel einer ergotherapeutischen Maßnahme ist es, eingeschränkte Fähigkeiten – sowohl psychischer als auch physischer Natur – wieder herzustellen und dem Patienten ein möglichst selbständiges Leben zu ermöglichen.

Damit ist das Entwickeln oder Wiedererlangen individueller Handlungskompetenzen im täglichen Leben und im Beruf beziehungsweise in der Schule gemeint.

Die Methode der Ergotherapie ist der spezifische Einsatz ausgewählter Aktivitäten, um Auswirkungen von Krankheit und Behinderung zu analysieren und zu behandeln.

„Ergotherapie kommt bei Menschen jeden Alters zum Einsatz“, betont Steffi Klein. Sie ist die Inhaberin der Praxis für Ergotherapie Steffi Klein in Körle.

Therapeutische Angebote

Die ausführliche Befunderhebung steht am Anfang jeder Therapie. Begonnen wird eine Ergotherapie mit einem Behandlungsplan, der vom Therapeuten gemeinsam mit dem Patienten aufgestellt wird. Dabei wird festgelegt, auf welchen Fertigkeiten die Prioritäten liegen. Die Therapie erfolgt, ebenfalls abhängig von jedem einzelnen Patienten, in Gruppensitzungen, kleinen Gruppen oder auch Einzelstunden.

Pädiatrie

Unter Pädiatrie versteht man die Behandlung von Kindern. Zum Einsatz kommt die Ergotherapie bei Kindern, deren Entwicklung eingeschränkt ist und wo der Verdacht naheliegt, dass sie nicht zu einem handlungsfähigen und selbständigen Erwachsenen heranwachsen können.

Neurologie

Im Bereich der Neurologie werden insbesondere Störungen des zentralen Nervensystems behandelt. Dazu zählen Schädel-Hirn-Verletzungen, Querschnittlähmung, Schlaganfall, Parkinson und Multiple Sklerose.

Psychiatrie

Im Rahmen der Psychiatrie werden Menschen jeglichen Alters therapiert, die an psychisch bedingten Erkrankungen leiden. Das sind beispielsweise Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Suchterkrankungen, Essstörungen oder Depressionen.

Geriatrie

In diesem Bereich werden ältere Menschen behandelt, die auf Grund von Störungen in neurologischer, orthopädischer, chirurgischer oder psychischer Hinsicht in einem Seniorenheim leben oder in einem Pflegeheim betreut werden.

„Gerade dieser Aufgabenbereich der Ergotherapie nimmt immer mehr an Bedeutung zu.“, so Ergotherapeutin Steffi Klein. Ziel der Geriatrie ist es, die Fähigkeiten zu fördern und zu stärken. Die Sinne sollen gestärkt werden, Abhängigkeit soll vermieden werden, Selbständigkeit wird gefördert. Dafür ist es wichtig, den Bewegungsapparat zu stärken und zu stabilisieren. Bei älteren Menschen ist es hilfreich, sie durch Maßnahmen wie Sturzprophylaxe zu schützen. Die Lebensqualität soll aufrecht erhalten werden. Die Therapie konzentriert sich auf motorisches und sensorisches Training, Alltagstraining und sozial-kommunikatives Training.

Auch die Bereiche der Orthopädie, der Traumatologie, der Rheumatologie und der Arbeitstherapie fallen in das Leistungsspektrum einer ergotherapeutischen Praxis. (phr)

PDF der Sonderseite Körle

Quelle: HNA

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