Die Räume sind bis zum Rand gefüllt, Elektrik und Heizung sind völlig veraltet

Ein Hilferuf aus dem Archiv

Eckhard

Homberg. Das Heimatkundliche Archiv in Homberg sucht Spender und Sponsoren: Der Leiter des Archivs, Eckhard Preuschhof, macht sich große Sorgen um die Zukunft des Archivs, daher wendet er sich nun mit einer Art Hilferuf an die Öffentlichkeit.

Grund dafür: Die Räume des Archivs in der Bischofstraße sind bis zum Rand gefüllt. „Es ist nicht genügend Platz zum Arbeiten. Elektrik und Heizung sind völlig veraltet, die Toilette ist nicht mal drei Quadratmeter groß“, so Preuschhof.

Vier Räume in dem Fachwerkhaus stehen den Sammlern zur Verfügung. „Wir haben keinen Platz mehr“, sagt Preuschhof. Es seien relativ wenig Archivalien, dafür aber viele Druckschriften und Bilder. 150 Kilo dürfen den Boden des alten Gebäudes pro Quadratmeter belasten. „Das haben wir überschritten“, erklärt Preuschhof und zuckt ratlos mit den Schultern. Man habe versucht das Gewicht so gut wie möglich zu verteilen und die Querwände nicht zu stark zu belasten. Auch habe sich ein Statiker die Räume angesehen. Die Grenzen seien erreicht. Es müsse eine Lösung her.

Neue Hoffnung

Die Hoffnung beim Team des Archivs keimt gerade etwas auf, denn das Archiv könnte mehr und bessere Räume bekommen, aber sie müssten umfassend restauriert und so hergerichtet werden, dass auch alte und behinderte Menschen das Archiv besuchen können. „Das kostet sehr viel Geld, das wir Ehrenamtliche nicht haben“, teilt Preuschhof mit. Ihm ist es wichtig deutlich zu machen, dass die Archiv-Mitarbeiter nicht im eigenen Interesse, sondern im Interesse aller Homberger Bürger nach Sponsoren suchen.

„Es gibt doch sicherlich ältere Menschen, die keine Verwandten haben und vielleicht ihr Erbe – Haus und erspartes Geld – gerne dem Archiv zur Verfügung stellen würden. Sie würden sich um das Archiv und ihre Stadt außerordentlich verdient machen“, sagt Preuschhof. „Archive braucht man“, sagt Preuschhof entschlossen. „Die Vergangenheit ist wichtig für die Zukunft.“

Natürlich würden sich die Mitarbeiter im Archiv auch über kleinere Spenden unter dem Stichwort „neue Archivräume“ freuen.

Die Kontonummer lautet: Heimatkundliches Archiv, VR-Bank Schwalm-Eder, Konto IBAN: DE 95 5206 2601 0004 5390 79. (may) Foto: nh

Quelle: HNA

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