30. Reise nach Weißrussland

Hilfstransport von Homberg nach Stolin war ein Erfolg

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Endlich! Der Laster mit den Hilfsgütern wurde freigegeben. Zum Helfer-Team des Partnerschaftsvereins gehören (von links) Dieter Krippner, Helmut Albert, Klaus Bölling, Eduard Gellert, (davor) Valentina und Sebastian Jerosch, (von rechts) Joachim Jerosch und Waldemar Fahnenstiel. Mit in Stolin war auch HNA-Redakteurin Maja Yüce (rechts). 

Homberg/Stolin. Geschafft! Die Helfer des Partnerschaftsvereins Homberg-Stolin sind nach einer Woche in Weißrussland am Samstag wieder in Homberg angekommen.

Hinter ihnen liegt der 30. Hilfstransport in die Partnerstadt, die in der Tschernobyl-Region liegt. Hinter ihnen liegen auch über 2900 Kilometer, die sie für die Strecke nach Stolin und zurück in über 60 Stunden zurückgelegt haben. Hinter ihnen liegt eine ebenso anstrengende wie schöne Zeit, denn vor allem die Gastfreundschaft der Menschen in Weißrussland wird ihnen - mal wieder - noch lange in Erinnerung bleiben. Und hinter ihnen liegt auch eine Zeit, in der sie sich vor allem in Geduld üben mussten - nicht nur an den Grenzen.

Zwei Tage mussten die Homberger darauf warten, dass der Laster mit Hilfsgütern von den Behörden freigegeben wurde. Bürokratische Hürden und eine Gesetzesänderungen hatten zu einer Verzögerung geführt. Freude und Erleichterung waren danach bei den Helfern riesig.

Sie ließen keine Zeit verstreichen und luden die Hilfsgüter wie Inkontinenzprodukte, Rollstühle, Babynahrung und 500 Kisten Kleiderspenden ab. Beim Abladen gab es Unterstützung vom Roten Kreuz in Stolin, das nun für die Verteilung sorgen wird.

Deutlich wurde bei dieser Tour, was das Team um den Vorsitzenden Joachim Jerosch stark macht: der Zusammenhalt. Es gab auf dieser Reise niemanden mit Schwächen, denn es wurden von jedem Helfer nur die Stärken gesehen - und genutzt.

Längst sind die Homberger mit vielen Menschen in Stolin befreundet. Immer wieder wurden sie eingeladen und angesprochen. Besonders herzlich begrüßt wurde der Partnerschaftsverein von den Mitgliedern des Chores und der Tanzgruppe. Hörbeispiel: So klingt die Musik. Ein weiteres Beispiel gibt es hier.

Das große Ziel

Nächstes Jahr gibt es die Städtepartnerschaft seit 25 Jahren. Der Partnerschaftsverein plant, Sänger und Tänzer nach Homberg einzuladen. Ob das klappt, sei noch offen, sagt Jerosch. Denn es sei eine Kostenfrage. Er könne sich aber vorstellen, dass die stimmgewaltige Gruppe Auftritte in der Region geben könne und so auch zu einem kleinen Teil der benötigten Summe beitrage. 

www.homberg-stolin.de

Mehr in der gedruckten Ausgabe der HNA Fritzlar-Homberg.

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Quelle: HNA

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