Drei Jahre hat die Sanierung der Asteröder Kirche gedauert – Einweihung am Sonntag

Dem Himmel etwas näher

Es ist geschafft: Die Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Förderkreises Asterode freuen sich über ihr frisch saniertes Gotteshaus. Fotos: Rose

Asterode. Es ist geschafft: Nach drei Jahren Sanierung erstrahlt die Kirche in Asterode in neuem Glanz. Mit Geduld, vielen Gesprächen und um die 1000 Arbeitsstunden haben sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Förderkreises eingebracht, um das Gotteshaus wieder in Schuss zu bringen.

In die Frischekur der Kirche flossen eine halbe Million Euro. 32 000 Euro haben die Asteröder in den Kirchenerhaltungsfonds gespendet, den die Kirche zum Lohn um den selben Betrag aufstockte. Kreativ und fleißig war auch der eigens gegründete Förderverein, der mit Aktionen die Kasse ordentlich aufpolsterte.

Seit 2007 wird im und am Gotteshaus gewerkelt: Zuerst kümmerten sich Handwerker um das marode Dach und besserten die Außenfassade aus. Die Statik des Turmes wurde mit Balken verstärkt, der Turm verschindelt. Weichen musste eine Glocke. „Die war schlicht zu schwer und hatte schon Schäden an der Kirchendecke angerichtet“, erklärt Herbert Specht vom Förderkreis.

Künftig läuten im Turm drei Glocken: eine alte und zwei neue. Mit viel Liebe zum Detail wurde danach der Innenraum saniert. Farbuntersuchungen brachten Überraschendes an den Tag. Denn die Wände des Gotteshauses waren einst zartgelb und die Decke himmelblau gestrichen gewesen. „Damit war das geplante Farbkonzept in Grautönen hinfällig“, erzählt Jörg Ide vom Kirchenvorstand.

Nach vielen Diskussionen haben sich die Asteröder nun für die historische Farbgebung entschieden. Heizung und Elektrik wurden erneuert, ebenfalls die Treppe zur Empore. Hier ist künftig mehr Platz für Besucher und den Kirchenchor. Die Empore wurde vorgezogen.

Fenster wieder geöffnet

Mehr Raum und Weite auch im Altarraum: Die beiden zugemauerten Fenster an der Stirnseite wurden geöffnet. Sie sollen – falls es dem Förderkreis finanziell möglich ist – später künstlerisch gestaltet werden. Der gemauerte Altar wurde gegen einen modern wirkende Steinvariante ersetzt. Optisch unterteilt wird das Kirchenschiff mit einer neuen, mobilen Trennwand. „Wir wollen den hinteren Bereich auch für den Kindergottesdienst und Sitzungen nutzen – wir haben ja kein Gemeindehaus“, erklärt Förderkreismitglied Hilde Schulte.

Geplant ist deshalb noch der Bau eines Toilettenhäuschens in unmittelbarer Nähe zur Kirche. Schulte sagt: „Die Sanierung hat die Menschen hier zusammen geschweißt – wir wünschen, dass das so bleibt.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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