Himmelsfels: Haus Israel wird nach fünf Jahren Bauzeit eingeweiht

Überall Symbolik: Das Haus Israel atmet Symbolik aus jedem Winkel. Bauleiter Hans Wenzel (rechts) und Johannes Weth von der Stiftung Himmelsfels stehen am Vorhand, der an einen jüdischen Gebetsschal erinnern soll. Fotos: Feser

Spangenberg. Das hat es auf dem Himmelsfels noch nie gegeben: ein festes Haus aus gemauerten Steinen. Das neue Haus Israel hebt sich ab von all den flexiblen Gebäuden.

Dort gibt es Bauwagen und Busse als Schlafmöglichkeiten, ja selbst die Jubelkirche war einst eine mobile Kirche. Nun steckt in dem neuen Haus Israel in jedem Winkel eine Bedeutung.

Überall Symbolik 

Angefangen bei der siebenflügeligen Eingangstür. Sie zeigt einen siebenarmigen Leuchter, eine Menorah, und kann aufgeklappt werden.

Der Mosaik-Fußboden ist die Abbildung des Stadtplans aus der Altstadt in Jerusalem. Die Straßen sind aus dunklen Steinen, die Gebäude und Plätze aus dem hellen Jerusalem-Stein - der übrigens aus einem Steinbruch bei Bethlehem gehauen wurde.

Am Vorhang vor der Fensterfront hängen 613 Troddeln und stehen für die 613 Fäden und Knoten eines jüdischen Gebetsschals.

Kunst im Haus 

Die künstlerische Leitung hatte Johannes Weth, Vorsitzender der Himmelsfels-Stiftung. Er gestaltete die beiden großen Fenster aus Altglas. Auf Glasstücken ist ein Bibeltext aus dem Buch Jesaja (Kapital 2, 1-5) zu lesen, in verschiedenene Sprachen. „Und wenn man die Scheiben nachts mit UV-Licht bestrahlt, leuchtet der Text.“

Kunstvoll ist auch die Wandverkleidung in den Farben der israelischen Flagge, blau und weiß.

Fünf Jahre Bauzeit 

2011 wurde der Grundstein gelegt. Seitdem waren insgesamt 80 Menschen am Bau beteiligt. Das Haus Israel kostete 280 000 Euro: 120 000 Euro kamen von der Stiftung Himmelsfels, 32 000 Euro von der Stadt, der Rest kam aus Fördergeld aus dem Programm Soziale Stadt.

Einweihung am Sonntag

Am Sonntag, 28. August, wird das Gebäude eingeweiht. Hierzu ist jeder eingeladen, egal welcher Konfession. Ab 16 Uhr gibt es Führungen, um 16.30 Uhr folgt die Festveranstaltung. Ein Gottesdienst beginnt um 17 Uhr.

Quelle: HNA

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