Es gab himmlische Schelte

Gelenkig: So präsentierte sich dieses Tanzmariechen.

Borken.Vier Stunden lang gab es am Samstagabend beste Unterhaltung und himmlische Schelte im Borkener Bürgerhaus.

Im voll besetzten Saal brannten die Mitglieder des Borkener Carneval Club (BCC) unter den Augen ihrer Tollitäten, Prinz Markus I. (Fennel) und seiner Prinzessin Manuela I. (Albano) ein Feuerwerk der guten Laune ab.

Am Bühnenbild und der Dekoration im Saal erkannte man schnell, dass der neue Kreisel in der unteren Bahnhofstraße eine besondere Rolle im Programm spielen würde. Und so war es dann auch: In vielen Vorträgen war das Bauwerk fester Bestandteil.

Schieflage der Stadt

Die Borkener Bärensänger Wolfgang Frank, Jörg Fuchs und Martin Völker berichteten singend, dass der Kreisel zwar zu befahren, aber noch längst nicht fertig sei. Die Schieflage des Kreisels symbolisiere die finanzielle Schieflage der Stadt. Dazu monierten sie, dass die Zufahrt zum Einkaufszentrum durch den Bau des Kreisels für lange Zeit ein Nadelöhr war.

Himmlische Schelte über den Kreisel gab es auch von Gabi Töpperwein, die als Engel auf die Bühne kam. Der Kreisel sei wie eine Berg- und Talbahn auf dem Rummel. Es fehle nur noch die Musik.

Was es sonst noch in Borken zu beanstanden gab, hatten die Borkener Bärensänger musikalisch aufbereitet. So monierten sie die spärliche Weihnachtsdeko im neuen Einkaufscenter, wo es weder entsprechende Musik, noch Kerzen und Weihnachtsbeleuchtung gegeben habe.

Da die Zahl der Katholiken in Borken weniger werde, gehe die katholische Kirche nun sparsamer an den Umbau heran. Ganz anders also, als es der Bischof von Limburg gemacht habe.

Das Salz in der Karnevalssuppe sind nach wie vor die Tanzeinlagen. Pauline Fuchs und Paulina Rose sorgten mit ihren Tänzen für tolle Stimmung im Saal, dazu präsentierten sich die Garden mit Schau- und Marschtänzen in Bestform.

Ideenreichtum bewies die neu formierte Gruppe Mütos. Sie schlugen nicht auf die Pauke, sondern auf die Müll-Tonnen und kreierten so eine ganz andere Schlagzeug-Einlage. Artistisch zeigten sich die drei Olmesbarden Jörg Fuchs, Michael Wiegand und Thomas Kienzler, die sich auf der Bühne als drei Tenöre ausgaben. Fest in Skischuhen steckend, bewegten sie sich wie Stehaufmännchen und ernteten dafür Zugabe-Rufe. Den Schlusspunkt setzte das frei gestaltete Märchen von Hänsel und Gretel, bei dem statt der beiden Kinder die Hexe (mit Rollator) hinter Gitter kam.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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