Ina Yasmin Kraus, Sören und André Flimm gaben zwei Konzertabende im „La copa“

Hinreißende Köstlichkeiten

Sympathische Künstler: Sören Flimm, Ina Yasmin Kraus und André Flimm (von links) traten am Wochenende in der neuen Weinstube auf. Foto: Rose

Ziegenhain. Einen im doppelten Sinne gehaltvollen Abend erlebten am Freitag und Samstag die Gäste im „La copa“ in Ziegenhain. Die Weinstube im ehemaligen Hessischen Staatsarchiv am Paradeplatz öffnete ihre Türen für zwei Konzertabende: Ina Yasmin Kraus, Sören und André Flimm waren zu Gast. Musicalshits, Rock- und Popsongs, aber auch Klassik bot das Trio dar.

In den historischen und aufwendig restaurierten Räumen war das eine Premiere – die es aber nicht bleiben soll. „Auch in Zukunft wird sich der Raum für Konzerte oder Lesungen öffnen. Besonders jungen Künstlern, die noch nie vor Publikum aufgetreten sind, wollen wir eine Bühne bieten“, sagten die Betreiber Silvia Naumann und Manfred Hanwacker.

Kulinarisch und musikalisch kam das Publikum am Wochenende voll auf seine Kosten. „Vivo per lei“ – „Ich lebe für sie“ – eröffnete den Reigen der zu Herzen gehenden Lieder, die sich unter den hohen Rippengewölben beeindruckend ausbreiteten. „Mein Bruder, Student der Theologie, war mehrere Monate in Rom – und seitdem haben wir auch italienische Lieder im Repertoire“, erklärte Sören Flimm, der den Abend humorvoll und kurzweilig moderierte.

Eindringliche Texte transportierten die Sänger aus Musicals wie „Die Päpstin“ und „Friedrich“. Zum Mitsingen animiert wurden die Gäste zum ersten Mal beim Beatles-Medley: „Let it be“ in der Chorversion. Mit „Nessun dorma“ aus der Oper Turandot entließ das Trio die Zuhörer in die kulinarische Pause. Bei Schinken, Oliven und Ziegenkäseaufstrich genoss man rote und weiße Tröpfchen aus Spanien und Deutschland, bevor es mit dem Schlager „Das was ich will, bist du“ von der Münchner Freiheit weiter ging.

Aus der Flimmschen Feder stammten zwei Songs des Musicals „Stalag“. Zum Mitswingen lud Ina Yasmin Kraus mit Abba-Klassikern ein.

Textsicheres Publikum

Dem Musikwunsch der Gastgeber kamen die Sänger gerne nach: „Time of my life“ aus dem Film „Dirty Dancing“. Nicht länger auf den Stühlen hielt es das Publikum bei Hits von Udo Jürgens: Bei „Ich war noch niemals in New York“ bewiesen die Gäste Textsicherheit. Die künstlerische Professionalität des Trios und die liebenswürdige Präsentation kamen hervorragend an. Nach zwei Zugaben wurde noch stilecht mit den Musikern angestoßen – und dabei kam nicht nur Sören Flimm auf den Geschmack.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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