Homberger Künstlertreff zeigte Facetten der Kunst in Stadthalle

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Bezaubernde Maskerade: Lisa Schreiber von der Kleinen Bühne Schwalm-Eder verwandelte sich in einen Clown.

Homberg. Auf zu neuen Horizonten: Unter diesem Motto stand der 19. Homberger Künstlertreff am Wochenende in der Stadthalle. Zahlreiche Aussteller demonstrierten in vielfältiger künstlerischer Weise ihre Kreativität.

Außergewöhnliche kunsthandwerkliche Impressionen aus Materialien wie Ton, Holz, Papier, Stoff und selbst Eierschalen gehörten ebenso dazu, wie innovative fotografische Momentaufnahmen.

Vielfältig präsentierten sich einmal mehr die Vertreter der Malerei mit unterschiedlichen Motiven, Stilrichtungen und Techniken. Zu neuen Horizonten war auch die Aquarellmalerin Elke Grüneberg aufgebrochen: Dem Thema widmete sie sich nicht nur mittels Pinsel in Aquarell- und Acryltechniken, sondern per Pastellkreide direkt in Handarbeit: Wie bei dem Modellieren von Ton sei das Verwischen der Kreide mit den Fingern eine durchaus sinnliche Erfahrung, beteuerte die Hobby-Künstlerin.

Eine sinnlich-empfindsame Thematik stellte Kunigunde Zajonz-Harbusch in Öl dar: Eine Puppe in einem zerbrochenen Glas symbolisiert eine Lebensgeschichte von der Kindheit bis zur mündigen Erwachsenen, die nicht immer ohne Scherben und damit verbundene, zumeist seelische Verletzungen vonstatten geht.

Nachdenkliche Kunstfreunde hinterließ auch die Melsungerin Gudrun Seeck: Ihre Gemälde mit Tonelementen und integrierten Spiegeln luden Betrachter ein, zu dargestellten Themen wie Naturzerstörung „spiegelbildlich ihre Seele bloßzulegen“.

Ihren individuellen Empfindungen verlieh die Hombergerin Silke Gunkel in der künstlerischen Darstellung städtischer Impressionen zwischen Historie und Moderne Ausdruck: Kürzlich aus Luxemburg zurückgekehrt, hielt sie ihre Wahrnehmungen in Aquarell fest.

Bleibende Eindrücke hinterließen auch Lesungen sowie tänzerische und theatralische Beiträge. Die im Zeitlupentempo faszinierend entschleunigend wirkende Clownerie der Nachwuchsakteure der Kleinen Bühne Schwalm-Eder entführte die Besucher in eine Zauberwelt ohne Worte und erfüllte hohe Ansprüche an künstlerische Kreativität.

Neue Horizonte sollten beim Homberger Künstlertreff entdeckt werden, genau das ist auch gelungen. Deutlich wurde, dass es hinter dem Horizont immer weiter geht.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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