Historic-Rallye beeindruckte mit schönen Oldtimern

Sie hatten gut zu tun: Zu den zahlreichen Helfern gehörten auch Kathleen Peters, Bernhard Lämmert und Mathias Becker (von links). Sie gaben zum Beispiel Dennis Rudolph und Alexander Eiser in ihrem Manta B letzte Anweisungen. Foto:  M. Berger

Malsfeld. Am Samstag gab’s in Malsfeld was fürs Herz: fürs Herz der Motorsport- und Automobilfreunde. Uralte Porsche, Volkswagen, Opel und Volvos gaben sich ein buntes Stelldichein mit Fiat-, BMW-, Triumph- und Renault-Modellen.

Auf dem Parkplatz der Fuldatalhalle: Gluggernde Motoren und knatternde Gefährte, wohin das Auge blickte. Die Historic-Rallye, die bereits zum elften Mal während der Rallye 200 stattfand, zog Rennsportler und deren Fans aus der ganzen Republik nach Malsfeld.

So wie Rolf Blaschke und Klaus Pauquet, die in ihrem Käfer vorfuhren, Baujahr 1966. Blaschke kommt aus Braunschweig, Pauquet aus Herzogenrath. Für den Motorsport mit ihrem Oldtimer fahren sie überall hin. Und Malsfeld hatte es den beiden angetan: „Wir sind von der Historic-Rallye begeistert – eine tolle Veranstaltung“, fand Rolf Blaschke. Die weite Anfahrt habe sich auf jeden Fall gelohnt. Sprach’s und trat aufs Gas. Ab durch die Mitte.

Am Straßenrand: die Fans. Uwe und Maximilian Kraft zum Beispiel. Die beiden waren aus Kassel in den Schwalm-Eder-Kreis gefahren. „Vor allem wegen der historischen Fahrzeuge“, wie der elfjährige Max sagte. „Wir beide interessieren uns schon immer für Rennsport“, sagte Maximilian und zeigte auf seinen Papa. Der sei früher selber Rennfahrer gewesen, „und Slalom- und Bergrennen gefahren“, wie Uwe Kraft verriet.

Slalom- und Bergstrecken gab es in Malsfeld nicht. Dafür aber „ausgewählte Strecken, tolle Stimmung und eine echte Herausforderung für die Teilnehmer“, sagte Rennleiter Helmut Eberhardt. Denn die Historic-Rallye setze nicht auf Geschwindigkeit. „Hier gibt es eine Sollzeit, und die ist möglichst genau einzuhalten“, erklärte er.

Nun hat der Motorsport bei weitem nicht nur männliche Anhänger. Janna Mehler ist das beste Beispiel. „Ich bin auch Rennsportlerin und vor zwei und drei Jahren selbst mitgefahren“, erzählte die Caldenerin. Dieses Jahr könne sie wegen Zeitmangel nicht mitmachen, „aber auch als Zuschauer hat man jede Menge Spaß“, fand Janna Mehler.

Zuschauen konnten die Helfer der Veranstaltung vom Melsunger ASC nur bedingt. Denn die mussten zunächst aufpassen, dass sowohl nichts passierte als auch dass die Regeln eingehalten wurden. Bernhard Lämmert ist seit 30 Jahren dabei – solange es die Rallye 200 gibt. „Hier kann man gerade als Helfer so manches erleben“, erzählte Lämmert. Er habe schon Unfälle gesehen, bei denen aber zum Glück nichts Ernsthaftes passiert sei. „Ich war auf der Rallye selber auch schon als Beifahrer in einen Unfall verwickelt“, erinnerte er sich, während die Kollegen Kathleen Peters und Mathias Becker die Bordkarten der Teilnehmer kontrollierten. Und die rollten nach und nach durch. Auf zum Start der Historic-Rallye mit den alten Schätzchen. Mehr über die Rallye 200 am Dienstag im Sportteil

Quelle: HNA

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