Historisches Archiv Felsberg in neuen Räumen

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Urkunde im Rahmen: Klaus Winter und Kornelia Schmid mit einem Konfirmationsspruch von Heinrich Rohde aus Heßlar aus dem Jahr 1902.

Felsberg/Gensungen. So viel Platz wie jetzt gab es für die vielen Urkunden, Karten, Fotos, Pläne und Zeitungausschnitte, die im Historischen Archiv der Stadt Felsberg aufgehoben werden, noch nie. Statt auf einst 80 Quadratmetern stehen nun etwa 300 Quadratmeter zur Verfügung.

Für Sonntag, 9. Januar, laden die 17 ehrenamtlichen Mitarbeiter zu einem Tag der offenen Tür ins Haus Poststraße 6 in Gensungen ein.

In den früheren Geschäftsräumen, die die Stadt Felsberg gemietet hat, geht es großzügig zu. Neben mehreren Räumen für die archivarische Büroarbeit gibt es einen weitläufigen Lesesaal, der beim Tag der offenen Tür unter anderem für die Foto-Präsentation per Beamer genutzt wird. Eine Theke, die schon vor der Übernahme eingebaut war, ist erhalten geblieben „und gut für Veranstaltungen“, sagt Kornelia Schmid.

Die gute Stube: Sie ist nicht typisch fürs Archiv, aber ein Hingucker.

In der Ecke dahinter wurde ein Wohnzimmer eingerichtet mit einem alten Büfett, Tisch, Stühlen und einem Harmonium. Das gehört der evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und hat im Archiv einen schönen Platz gefunden.

Ganz unspektakulär, aber wichtig: Drei Lager mit Metallregalen, in denen fein säuberlich alles Archivierte dokumentiert ist und viele Originale lagern. Für Karten und Pläne dagegen gibt es spezielle Schränke.

Im Computerzeitalter nicht wegzudenken: Alles, was es auf Papier gibt, wird per speziellem Archivprogramm auf einem Server und zusätzlichen Festplatten gespeichert. Wie wichtig das ist, hatte sich vor einigen Monaten gezeigt, erzählt Kornelia Schmid: Der Blitz hatte in die Satellitenanlage auf dem Dach eingeschlagen. Überspannung und die durchgeschmorten Leitungen gingen durch bis in den Rechner. Dank der zusätzlichen externen Kopien waren alle Daten bis auf die der letzten Wochen nicht verloren.

Jüdisches Kataster

Diese Daten sind nicht nur für die 17 Freizeit-Archivare wichtig, sondern auch für alle, die nach Historischem schauen wollen: zum Beispiel, wenn sie etwas über ihre jüdischen Vorfahren, die einst im Gebiet der Stadt Felsberg lebten, wissen wollen. Dafür gibt es ein spezielles jüdisches Kataster, von dem etliche Nachkommen, auch solche aus Israel, profitieren. weitere Artikel

Quelle: HNA

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