Fast alle Betreiber haben Öffnungszeiten verlängert

Hitzewelle rettete Badesaison im Schwalm-Eder-Kreis

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Am Ende der Saison kamen mehr Gäste: Judith Stark und Marc Nohl sind Bademeister im Freibad am Erleborn.

Fritzlar-Homberg. Der Spätsommer hat noch einmal viele Besucher in die Freibäder des Kreisteils gelockt. Dennoch hat das Wetter den Bädern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Meteorologisch ist der Sommer bereits vorbei, doch haben die meisten Freibäder im Schwalm-Eder-Kreis ihre Öffnungszeiten verlängert - um ein oder zwei Wochen. Grund dafür sind die paar schönen Tage mit über 30 Grad.

Fritzlar

Täglich bis zu 3500 Badegäste hat man in den vergangenen Tagen im Fritzlarer Freibad gezählt. An einem Tag seien es sogar 4000 Besucher gewesen, sagt Bürgermeister Hartmut Spogat. Mit bislang etwa 75.000 Besuchern ist das Ederauen-Freibad der Spitzenreiter bei den Gästezahlen.

Es könnten sogar noch mehr Menschen im Bad gewesen sein, sagt Spogat. „Die Auswertung beruht teilweise auf einer Hochrechnung, da wir an besucherstarken Tagen Gäste mit Familien- oder Saisonkarten ohne Registrierung eingelassen haben.“ So habe man versucht, lange Wartezeiten zu vermeiden.

Homberg

Im Homberger Freibad am Erleborn wurde die Badesaison verlängert und das sei eine goldrichtige Entscheidung gewesen, sagt Uwe Dittmer, Pressesprecher der Stadt. Das Wetter habe mitgespielt und die Gästezahlen noch etwas ansteigen lassen. „Das hat uns gerettet, denn bis Ende August hatten wir nur 17.500 Besucher.“ Dennoch: Das Ergebnis des vergangenen Jahres habe man nicht erreicht. Bislang kamen knapp 25.700 Badegäste. 2015 waren es 28.500 Besucher. Zuletzt seien täglich etwa 1000 Menschen im Freibad abgetaucht, darunter viele aus Nachbargemeinden.

Knüllwald

Danebengelegen hat man in Knüllwald mit der Planung für das Saisonende. Man habe auf die Wetterprognose geschaut, die Kosten im Blick gehabt und schon am 4. September die Bäder in Rengshausen und Niederbeisheim geschlossen, sagt Erwin Wiegel von der Gemeinde Knüllwald. „Das war im Nachhinein keine gute Entscheidung“, fügt er hinzu. Doch habe man aus organisatorischen Gründen nicht mehr so flexibel reagieren können.

Grundsätzlich sei die Saison zufriedenstellend verlaufen. Der Erhalt der Bäder sei vor allem durch das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins in Rengshausen und die Unterstützung der Kioskbetreiber möglich.

2016 waren es in Niederbeisheim 10.000 Besucher (2015: 12.000) und in Rengshausen 12.000 Gäste (2015: 11.300 Besucher).

Frielendorf

Das Freibad Großropperhausen hat bei den Badegastzahlen deutlich zugelegt. 5543 Gäste wurden in diesem Jahr gezählt. Das sind fast 1500 mehr als im Vorjahr (4063). Grund dafür war die lange Badesaison.

Dieses Jahr war das Freibad bereits ab Ende Mai geöffnet und nicht wie 2015 erst ab Anfang Juli. Weniger Besucher gab es hingegen im Freibad Frielendorf. Die Gemeinde zählte 10.000 Badegäste, im Vorjahr waren es 18.536. 

Neuental

Bis Sonntag ist der Neuenhainer See für Badegäste geöffnet. „Das Minus bei den Besucherzahlen können wir bis dahin aber nicht aufholen“, sagt Platzwart Martin Rockensüß. 15.000 Besucher waren in diesem Jahr im See schwimmen. Im Jahr 2015 waren es 22. 000.

Borken

4300 Besucher im September: Dieser Monat hat die Zahlen für den Badesee Stockelache deutlich angehoben. Seit Saisonstart am 1. Mai wurden 35.000 Besucher gezählt. Bis zum Saisonende am 30. September könnte der Wert des Vorjahres erreicht werden: Damals wurden 38.000 Gäste gezählt.

Gudensberg

Bis Redaktionsschluss am Mittwoch gab es von der Stadt Gudensberg keine Information zu den Besucherzahlen des Terrano Freibades in diesem Jahr.

Quelle: HNA

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