HNA-Gewinner brauten in Brauwerkstatt Malsfeld eigenes Pils

Malsfeld. "Das ist harte Arbeit", sagte Udo Horn. Dann kurbelte er kräftig weiter. Der Schweiß stand ihm auf der Stirn und Staub wirbelte durch die Luft. Beim Schroten galt es 14 Kilogramm Malz zu zermahlen.

Horn und 13 weitere Gewinner des HNA-Gewinnspiels brauten am Samstag sieben Stunden lang ihr eigenes Bier. Braumeister Peter Lange leitete sie an.

"Wer will Braumeister sein?", fragte Lange zu Beginn in die Runde. Mit braunen Lederschürzen für die Brauer in der Hand stand er bereit. Die Krawatte mit dem Bierglasmotiv hatte er bereits an Reinhard Wendel ausgegeben. Damit war Wendel der Brauereichef. "Ich soll die Leute animieren und gucken, dass alles richtig läuft", beschrieb er seine Aufgaben.

Nachdem die Braumeister bestimmt waren, beriet die Gruppe, welche Biersorte gebraut werden sollte. Die Entscheidung fiel auf ein Pils.

"Als besondere Noten geben wir 800 Gramm Caramel-Weizen dazu", erklärte Rainer Jutzi, einer der Braumeister. Das gebe dem Bier einen vollmundigen Geschmack, bestätigte Peter Lange.

Nachdem Malz und Weizen geschrotet waren, begannen die Hobby-Braumeister damit die Maische anzusetzen. "Dafür wird Wasser in den Kessel gegeben und das geschrotete Korn dazu geschüttet", erklärte Lange. Dann hieß es rühren, rühren, rühren. "Das Gemisch muss ständig in Bewegung bleiben." Im Wechsel rührten die Teilnehmer die 80 Liter Maische für eineinhalb Stunden. Peter Lange erhöhte dabei schrittweise die Temperatur.

Während der Läuterruhe erholten sich die Brauer bei einer zünftigen Brauervesper. "Die Maische soll sich in dieser Zeit am Boden des Kessels setzen", erklärte Lange. Zuvor hatten die Braumeister die Maische in einen zweiten Kessel umgepumpt. "Dieser verfügt über einen Filter." Der Filter halte beim erneuten Umpumpen in den ersten Kessel das geschrotete Korn zurück.

Dann hieß es 70 Minuten warten. "So lange muss die Würze kochen." Schon nach wenigen Minuten breitete sich der typisch malzige Biergeruch in der Werkstatt aus. Während des Kochens schütteten die Braumeister zwei Hopfengaben in den Kessel. "Der Hopfen sorgt für die Bitterstoffe", erklärte Lange.

Fotos aus der Brauwerkstatt

HNA-Gewinner brauen ihr eigenes Pils

Elli Holube gab dann nach einem zweiten Filterdurchlauf noch die Hefe dazu. Während der offenen Vergärung stehen die 75 Liter Bier dann noch vier Tage im Kessel.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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