"Das musste nicht sein"

HNA-Kommentar zum Zusammenbruch in der Versammlung

Homberg. Der Büroleiter der Stadtverwaltung, der seit Jahren für das Protokoll der Sitzung zuständig ist, brach während der Versammlung am Donnerstagabend laut schluchzend in Tränen aus. Ein Kommentar von HNA-Lokalredakteurin Maja Yüce.

Der Zusammenbruch von Joachim Bottenhorn während der Stadtverordnetensitzung in Homberg war der traurige Tiefpunkt in einem von Misstrauen geprägten Umgang im Homberger Parlament. Mit Samthandschuhen wird dort ohnehin niemand angefasst.

Die Kritik an der Protokollführung war nicht übermäßig scharf. Doch sie war für Bottenhorn wohl so etwas wie der bekannte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

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Die Schelte für die Veränderungen am Protokoll, das er nach bestem Wissen und Gewissen verfasst hatte, musste Bottenhorn einstecken. Das hat ihn getroffen und auch, dass sich sein Chef nicht öffentlich vor ihn stellte. Bottenhorn wird somit zum Opfer der Politik von Martin Wagner. Es ist schade und schmerzlich, einen Mann so verzweifelt zu sehen.

Es hätte nicht soweit kommen müssen!

Bottenhorn muss als Protokollant das Protokoll nicht unterschreiben, wenn er der Meinung ist, dass etwas nicht richtig gelaufen ist. Er hätte von den Unregelmäßigkeiten auch dem Ältestenrat berichten können. Beides hat der Hauptamtsleiter nicht getan. Mit ihren Unterschriften übernahmen Bottenhorn und auch Marx die Verantwortung – und nicht der, der die Änderung von ihm verlangt haben soll: Martin Wagner.

Quelle: HNA

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