Großer Schleimpilz im Garten

HNA-Leserin aus Melsungen machte sonderbare Entdeckung

Sonderbare Erscheinung: Marlies Kronenwerth aus Melsungen hat einen gelben Schleimpilz im Garten. Er ist so groß wie ein Unterteller. Foto: Dewert/privat

Melsungen. Hübsch ist er nicht, der gelbe Schleim, der bei unserer Leserin Marlies Kronenwerth im Garten wächst.

Seit einigen Tagen tauchen über Nacht seltsame Haufen in ihrem Garten auf. „Sie sehen aus wie Blumenkohl, sind aber richtig gelb und schleimig“, sagt Marlies Kronenwerth aus Melsungen.

Marlies Kronenwerth

Sie hatte sich an die HNA gewandt, um die Natur des sonderbaren Etwas zu ergründen. Nach Recherche - auch unter unseren Lesern in den sozialen Netzwerken - sind wir uns sicher: Es handelt sich um die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica). Die Schleimpilz-Art ist auch bekannt unter der Bezeichnung Hexenbutter. Die Gelbe Lohblüte kommt weltweit vor. Er besiedelt verrottendes Holz, Waldboden sowie den Boden selbst.

Das Faszinierende ist, dass er zwar zum Reich der Pilze gehört, aber tatsächlich ein Einzeller ist, sich fortbewegen kann und auch ein Tier sein könnte. Der Schleimpilz läuft auf Scheinfüßchen (Pseudopodien), die sich aus seinem Plasmodium ausstülpen. Er kann sie einziehen, wenn er an einer Stelle verweilt. Er ernährt sich von Bakterien und anderen Kleinstlebewesen. Er hinterlässt bei der Fortbewegung eine Schleimspur, die der von Schnecken ähnelt. Japanische Wissenschaftler haben den Pilz durch ein Labyrinth kriechen lassen, der Pilz wählte immer die kürzeste Strecke. Die Wissenschaftler attestieren ihm eine primitve Intelligenz.

„Hauptsache, er ist nicht giftig“, sagt Kronenwerth. Das ist er nicht, Mexikaner sollen den Pilz grillen und essen. Dort wird er auch Mondkacke (Caca de Luna) genannt.

Quelle: HNA

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