Louise Schmidt feiert heute in der Bergparkresidenz ihren 100. Geburtstag

Louise Schmidt feiert 100. Geburtstag: „Hoch soll sie leben“

Herzlichen Glückwunsch: Louise Schmidt feiert heute im Kreise ihrer Familie ihren 100. Geburtstag. Foto:  Hoffmann

Burghasungen. „Ach Du liebe Zeit“, sagt Louise Schmidt mit leiser Stimme, als Tochter Greta Cron sie an ihren Geburtstag erinnert. Sie kann selber kaum glauben, dass sie heute ihren 100. Ehrentag feiert. „Hoch soll sie leben“, steht schon seit Tagen am Eingang zur Bergparkresidenz geschrieben, wo „Louischen“, wie sie von Tochter Greta liebevoll genannt wird, seit drei Jahren lebt.

Hier fühlt sie sich wohl, genießt die Zeit, in der sie gerade in diesen Tagen häufig auf ihr erfülltes Leben zurückblickt. „Arbeiten kann ich heute nicht mehr“, sagt sie und erinnert sich an alte Zeiten, als sie als zweitjüngstes von sieben Kindern den Haushalt der Großfamilie versorgt hat.

In Hoof geboren

In Hoof geboren und aufgewachsen, sollten sich hier die ersten sechs Jahrzehnte ihres Lebens abspielen. Hier lernte sie Ehemann August kennen, zog ihre vier Kinder groß und hielt ihrer Mutter stets den Rücken frei, die als Hebamme mit dem Pferdewagen die umliegenden Orte versorgte. Ihr Garten ist noch in guter Erinnerung, wie auch die Stunden, in denen sie mit Nadel und Faden neue Kleidung für ihre Lieben zauberte. „Sie hat uns in schlechten Zeiten aus alten Stoffen schöne neue Kleider genäht“, erinnert sich Tochter Greta noch genau. Es waren Höhepunkte in der harten Nachkriegszeit, die auch von den schweren Kriegsverletzungen des Ehemanns geprägt war. Vor den Kriegswirren auf dem Finanzamt beschäftigt, verbrachte August Schmidt seine letzten Jahre bis 1964 liebevoll umsorgt daheim, dort, wo sich auch Louise Schmidt immer am wohlsten gefühlt hat. 1970 starb Schmidts Mutter, das große Haus in Hoof war leer geworden. So zog sie zu Tochter Renate nach Ehlen, wo sie bis zu deren Tod 2005 glücklich lebte.

Feiern

Danach kümmerte sich Tochter Greta in Bad Emstal um die alte Dame, bis ein Virus ihr 2008 sehr zu schaffen machte und sie schließlich in der Burghasunger Bergparkresidenz ein neues Zuhause fand. Hier wird sie heute auch ein klein wenig feiern. Über mangelnden Besuch wird sie sich nicht beklagen müssen, neben ihren Kindern werden sicher auch die neun Enkel und acht Urenkel ihr „Louischen“ nicht vergessen. (zhf)

Quelle: HNA

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