In der dunklen Jahreszeit steigt Zahl der Dämmerungseinbrüche

Die Hochsaison für Einbrecher beginnt

Wolfhager Land. Die Beamten der Polizeistation Wolfhagen bereiten sich mit Beginn der dunklen Jahreszeit wieder auf einen Anstieg der Wohnungseinbrüche vor. Landesweit ist davon auszugehen, dass in den Monaten November bis März Banden auf Tour gehen, um vor allem in Einfamilienhäuser so genannte Dämmerungseinbrüche zu verüben.

Karsten Turski von der Ermittlungsgruppe weiß, wovon er spricht. In den Vorjahresmonaten Januar bis März habe es eine Serie von Einbrüchen in Bad Emstal gegeben. 20 Mal schlugen die Täter kurz nach Einbruch der Dämmerung zu. „In einer Zeit, als die Bewohner noch bei der Arbeit waren“, sagt Turski. „In den Wintermonaten steigt die Zahl dieser Delikte überproportional an.“

Dabei ist das Vorgehen der Täter zumeist identisch. Überörtliche Banden, die gezielt für solche Einbruchserien anreisen, suchen sich Wohngebiete mit Einfamilienhäusern aus. Dort spähen sie ab 18, 19 Uhr aus, in welchen Häusern niemand Zuhause ist, um auf Beutezug zu gehen. Dafür werde gerne die Autobahnnähe zur Flucht genutzt, wie bei Einbrüchen in Breuna und Ehlen, so Turski.

In einigen Fällen seien die Täter jedoch auch offensichtlich ortskundig gewesen. Terrassentüren, die von der Nachbarschaft nicht gut einzusehen sind und gekippte Fenster im Erd- oder Kellergeschoss werden gern als Einstiegsmöglichkeit genutzt, wissen die Wolfhager Polizeibeamten aus Erfahrung. Im Haus selbst halten sich die Täter meist nur kurze Zeit auf. Gezielt gehen sie dort auf Suche nach Bargeld, Schmuck und Wertgegenständen, die ohne Probleme mitzunehmen sind.

Meist handelt es sich nach Angaben Turskis bei den Einbrechern um zwei oder drei Täter. Wobei einer vor dem Haus oder im Auto Wache schiebt.

Quelle: HNA

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