Hochwasserschutz am Stellbach in Malsfeld ist seit dieser Woche fertiggestellt

Saniert: Das Bachbett des Stellbachs am Viadukt Richtung Firma Hilgenberg in Malsfeld wurde zum Schutz vor Hochwasser verbreitert, über das Pflaster kann das Wasser von der Fahrbahnschwelle herunter laufen. Foto: Thiery

Malsfeld. Mit dem Hochwasser unterm Viadukt am Stellbach in Malsfeld ist nun Schluss.

Mehrere Male im Jahr schoss das Wasser des Bachs bei starkem Regen und Sommergewittern über das Ufer unterhalb des Viaduktes. Es lief in die Bachstraße und überflutete die Keller der Anwohner. Das Wasser floss zum Teil bis nach Malsfeld in die Ortsmitte.

Seit dieser Woche ist der Hochwasserschutz fertig und die Umleitung wieder frei gegeben, wie Bürgermeister Herbert Vaupel mitteilte. Auch der Strauchgraben, der in den Stellbach mündet, tat einiges dazu, dass sich die Situation noch verschärfte. An seinem Bett wurde ebenso gearbeitet.

Die Bauarbeiten dauerten knapp ein Jahr, sagte Vaupel. Oberhalb des Viadukts in Richtung Elfershausen floss das Wasser des Strauchgrabens oft auf das Firmengelände der Firma Hilgenberg. Daher wurde auch dort saniert. Die Rohre des Grabens wurden verdoppelt, damit das Wasser besser in den Stellbach fließen kann, der unterhalb der Bachstraße verläuft, sagte Vaupel. Das geschah auch an Teilen des Hauptzuflusses selbst, der beim Viadukt oberhalb der Erde verläuft. Kurz dahinter fließt der gesamte Stellbach bis in den Ort hinein wieder unterirdisch zur Fulda hin.

Auch dessen Bett wurde teilweise ausgeweitet. Es wurden drei neue Einlaufbecken und Schachtbauwerke gebaut. Wer mit dem Auto von Malsfeld durch den Viadukt fährt, muss nun über eine Fahrbahnschwelle fahren, die dem Hochwasserschutz dient.

Das werde für viele ungewöhnlich sein, sagte Vaupel. Wasser, das dann noch über die Straße läuft, kann von dort über eine Rutsche direkt in den Bach fließen.

440 000 Euro

Die Planungen für den Hochwasserschutz liefen bereits seit 2014. Gebaut wurde seit 2015.

Der gesamte Bau kostete 440 000 Euro. Das Land Hessen gab 306 000 Euro dazu und förderte die Umbauten mit 70 Prozent. 34 000 Euro musste die Gemeinde Malsfeld beitragen.

Quelle: HNA

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