Alfred und Marga Potthast

50-jähriges Prinzenpaarjubiläum: Hochzeit nach Hahl dunne

Festgehalten: Vor 50 Jahren bestiegen Alfred und Marga Potthast als Prinz und Prinzessin den Naumburger Narrenthron. Aus dem karnevalistischen Frohsinn wurde Liebe, 1965 führte Alfred seine Marga zum Traualtar. Jetzt wurden die beiden anlässlich ihres goldene Prinzenpaarjubiläums vom Präsidenten Jens Bestmann (links) geehrt. Foto: zih

Naumburg. Ein Prinzenpaar im Goldglanz gab es bei der ersten Fremdensitzung der Naumburger Karnevalsgesellschaft im Saal des Haus des Gastes zu feiern.

Der Präsident der im Jahr 1934 aus der Taufe gehobenen Gesellschaft Jens Bestmann ehrte die Jubilare (wir berichteten). 1963, also vor 50 Jahren, bestiegen Alfred Potthast als Prinz und Marga Schramm als seine Prinzessin den Narrenthron in der Stadt an der kleinen Elbe.

Damals hatte es einige Anlaufschwierigkeiten gegeben. Trotz intensiver Suche der Verantwortlichen mit Präsident Alfred Potthast an der Spitze hatte sich in Naumburg kein gestandenes Mannsbild gefunden, das den Posten des Prinzen auf Zeit übernehmen wollte. Bis es Potthast reichte und er sagte: „Dann mache ich das eben auch noch“. Er setzte die Präsidentenkappe ab und die Prinzenkappe auf.

Eine hübsche Prinzessin

Ein Problem war gelöst, jetzt galt es noch, für Alfred I. die passende Prinzessin zu finden. Hier spielte Beate Schneider Schicksal. Sie brachte ihre Freundin Marga Schramm vom Weidelshof mit den angeblichen Worten ins Gespräch: „Marga wäre doch auch eine hübsche Prinzessin, die kennt sich als ehemalige Tänzerin der Prinzengarde doch bestens aus in dem Geschäft“.

Alfred und Marga, beide Jahrgang 1941, kannten sich zwar aus der Kindheit und besuchten gemeinsam die Schule, befreundet jedoch waren sie nicht. Das änderte sich nach Zusage von Marga Schramm, das Amt der Prinzessin zu übernehmen. Denn während ihrer gemeinsamen Regentschaft auf dem Naumburger Narrenthron regierten sie nicht nur mit „Hahl dunne“ ihre Untertanen, sondern der Naumburger Karnevalsschlachtruf, ins Hochdeutsche übersetzt „Halte fest“ hatte für sie auch noch nach Aschermittwoch Wahrheitsgehalt. Schuld daran war der Liebesgott Amor, der beide mit seinem Pfeil ins Herz getroffen hatte.

Marga wurde für Alfred die Prinzessin seines Herzens, führte er sie doch zwei Jahre nach der gemeinsamen Prinzenpaarzeit zum Traualtar. Und dieses Ehe- und Familienglück, das mit den beiden Kindern Stefan und Ulrike bereichert wurde, hat bis heute Bestand.

Geehrt während der jüngsten Fremdensitzung wurden auch Bruno Thiele und Gabi Menzel sowie Kinderprinz Michael Jacobi für ihr 25-jähriges Prinzen- und Prinzessinnenjubiläum. (zih)

Quelle: HNA

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