Zu hohes Tempo bei 19 Prozent der Unfälle - Blitzer-Marathon auch im Schwalm-Eder-Kreis

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Blick durch die Laserpistole: Die Poliuzeioberkommissare Frank Schmidt (links) und Heiko Dehn kontrollierten am Donnerstag Fahrer in Schwalmstadt in einer 30er-Zone. Binnen weniger Minuten wurden etliche Fahrer ermittelt, die zu schnell unterwegs waren.

Schwalm-Eder. Für viele schwere Unfälle mit Toten, Verletzten und hohen Sachschäden ist überhöhte Geschwindigkeit die Ursache.

Mit einer großangelegten Blitzer-Aktion machte die Polizei am Donnerstag auch im Schwalm-Eder-Kreis auf diese Zusammenhänge aufmerksam. 14 Kontrollteams mit 30 Beamten und sechs Mitarbeitern von Kommunalverwaltungen waren an teilweise wechselnden Orten im Landkreis im Einsatz.

19 Prozent aller Unfälle im Landkreis waren 2014 auf zu schnelles Fahren zurückzuführen, erklärte Polizeipressesprecher Markus Brettschneider. Sieben Menschen starben im vergangenen Jahr auf Straßen im Landkreis, es gab 129 Karambolagen mit Schwerletzten. „Zu hohe Geschwindigkeit ist die größte Gefahr für Leib und Leben“, sagt Brettschneider. Aber auch die wirtschaftlichen Schäden bei Unfällen mit hohem Tempo seien gravierend.

Beim Blitzer-Marathon, der in der Nacht zu Freitag um 24 Uhr ende, gehe es nicht um Abzocke. Die Autofahrer, die ja vorgewarnt seien, sollten sensibilisiert werden für dieses Thema. „Viele werden feststellen, dass sie kaum einen Zeitverlust haben, wenn sie langsamer fahren“, so der Polizeipressesprecher. Nach den Erfahrungen der Polizei sind es vor allem jüngere Leute, die sich nicht an Tempolimits halten. Zwar stehe bei der Blitzer-Aktion die Aufklärung im Vordergrund, aber klare Geschwindigkeitsüberschreitungen müssten natürlich auch geahndet werden.

Die Kontrollteams wechselten teilweise die Standorte. Sie postierten sich an neuralgischen Stellen, von denen bekannt ist, dass dort häufig schneller gefahren wird, unter anderem auch vor Schulen.

Ergebnisse der Aktion würden aber frühestens am Freitag vorliegen, erklärte Brettschneider.

Quelle: HNA

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